2t0 Ueber räumliche Anordnungen auf der Außenseite des Erdballs
unserer Systematik anzusehen, sondern sür einen glücklichen Funddessen, was schon längst und immer vorhanden gewesen, nur füruns, wie so Vieles, noch verschleiert geblieben und noch nicht vonuns erfaßt war. Die Genesis der sich bildenden Nebelflecken zuWelten, der Wind, der uns trifft und am andern Ende entsteht,als da wo er herzukommen scheint, sind uns, wie unzähliges An-dere, lehrende Beispiele geworden, nicht aus der uns scheinbarenVerwirrung und Gesetzlosigkeit auf den Mangel von Zusammen-hang und Ordnung zurückzuschließen.
Bei der Anordnung der Außenseite unsers Planeten und deminnern Zusammenhange seiner scheinbar willkührlich zerstreutenTheile werden wir, je tiefer wir in die Erkenntniß ihrer Natureindringen, mehr und mehr eine höhere Symmetrie und Harmonie,wie eine progressive Entwicklung auch ihrer blos räumlichen Ver-hältnisse wahrnehmen, je mehr und mehr die Naturwifscnschaftund Geschichte uns in ihrer Entschleierung derselben unterstützen.Was hat die astronomische Ortbestimmung, die Geodäsie, dieHypsometrie, die Geognosie, die Meteorologie, die Physik in die-ser Hinsicht nicht schon gethan, und welche Aussicht bietet sich sürdie Gesetzmäßigkeit in der räumlich-planetarischen Anordnung nichtdar, wenn wir auch den Entwicklungsgang der Menschen und derVölkergeschichten, wie die Produktionen der Naturreiche nach ihrenheimathlichen Erscheinungen, mit in die Frage der Verhältnisse derräumlich-planetarischen Formen hereinziehen, wozu hier einigeAndeutungen folgen mögen.
Die Anordnung der dreierlei Hüllen, unter deren Formen derErdball sich zeigt: Luft, Wasser und Land, die auf verschiedeneArt über dessen Umfang vertheilt wurden, übergehen wir, da siebekannt genug sind, und bemerken nur, wie die räumliche und diephysikalische von beiden harmonirt, da in beiden das Wasser diemittlere Stellung in jeder Hinsicht einnimmt, in Beziehung aufGenesis, wie auf Metamorphose und Naumverhältniß.
Wir übergehen eben so das bekannte Verhältniß der continen-talen Massenanhäufung in der nördlichen Hemisphäre, wodurchder maritime Gegensatz in der südlichen hervorgerufen wurde und