und ihre Funktionen im Entwicklungsgänge der Geschichten. 209
wärtige bei einem Gesammtüberblick die Sinne verwirrende Er-scheinung angenommen haben? Wie wäre dies mit dem Geschickihrer Belebungen, ihrer Bevölkerungen, mit den Schicksalen desMenschengeschlechts, seinen Geschichten und Entwicklungen zu ver-einen, wenn wir auch nur bei dem einen Gedanken stehen bleiben,daß der Planet nur als das Erziehungshaus und mit allen seinenEinrichtungen als die große Erziehungsanstalt des Menschen-geschlechts in ihrem irdischen Vorübergangc erscheinen kann.
Jede Pflanze will ihren gedeihlichen Boden haben, um vonder Wurzel bis zur Krone blühen und zur Frucht sich entfaltenzu können, jedes Geschöpf in dem Elemente, für das es geborenist, leben und weben, da es sonst untergeht; und der Mensch, dieEntfaltung des Menschengeschlechts so viele Jahrtausende hin-durch, in so vielen Millionen seiner Individuen, sollte an einen,blos durch feindliche Antipathien der Naturgewalten, sei eS durchNeptun oder Vulkan in den Erden und Oceanen, oder durch Hitzeund Kälte in den Lüften gestalteten Wohnort, an ein durch sinn-lose Willkühr verzaubertes Wohnhaus gefesselt sein? An eineHeimath, die in keiner Harmonie mit den Bedürfnissen der fort-schreitenden Entwicklung seines Geschlechtes stände, weil wir inihr nur erst, wenn schon in einem noch unerschöpften Reichthumvon Mannichfaltigkciten an ihren Oberflächen, doch nur die ge-ballte Masse eines noch ungeregelten, in seinen elementaren Thei-len festgerannten, erstarrten, sogenannten unorganischen Körperszu erblicken wähnen, der in sich abgerundet, schon sertig von derDrehbank der Welten in das Universum geschleudert durch diegroße rotirende Wurfbewcgung nun seinem eignen Schicksale füralle Zukunft überlassen geblieben? — Sollte ihm allein die fort-bildende Kraft einer innern Organisation versagt worden sein,welche doch für alle seine Geschöpfe auf ihm eine so charakteristischeMitgift geworden? — Wir haben Fingerzeige genug, die uns hin-reichend warnen, in dem Moment der Gegenwart nicht den Maaß-stab für eine Ewigkeit zu suchen, den auf unsere Sinne wirkendenEindruck nicht für den Gegenstand, der ihn hervorbringt, zu halten,das aufgestellte Naturgesetz nicht für das Werk unsers Scharfsinns,
Ritter Beiträge. O