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mentaren zum Polhbius haben sich die größten Strategen beschäf-tigt. Strabo , der fleißigste sammelnde und prüfende Geographseiner Zeit, schrieb sein geographisches Werk erst nach einer langenReihe von Reisen und Wanderungen vom Kaukasus bis Massilia am Nhodanns, von den Alpen Helvetieus bis nach Aethiopien .
Philipp Cluver aus Danzig (gestorben 1623), der wahreWiedcrhersteller der classischen Geographie, schöpfte die Nachrichtenzu seinen Meisterwerken, der Llörmavig,, Italia , Lic:il!a anti^ua,aus eigenen Beobachtungen und Untersuchungen in den Ländernselbst, die er mit den klassischen Autoren iu der Haud durchwan-dert hat.
Alexander v. Humboldt ist durch seine Beobachtungen aufReisen in Europa, Amerika uud Asien der Begründer einer wissen-schaftlichen vergleichenden Geographie geworden. Er war in sei-ner Heimath schon ganz zu Hause, als er nach Amerika in dieTropenwelt überschiffte. So gehören eigene Anschauung undStudium der Natur unter allen Zonen des Erdkreises immer zuden ersten Quellen der Erdkunde.
Wir kommen zu der zweiten Gattuug vou Quellen für dieErdkunde, den historischen Ueberlieferungen mündlicherund schriftlicher Art.
Bei der beschränkten Kenntniß von dem Umfange des Erd-kreises, welche die älteste Zeit besaß, waren die Menschen leichterbefriedigt. Mit den Jahrhunderten haben sich historische Ueber-lieferungen von Ländern nud Völkern ins Unendliche vermehrt.Wo die Beobachtung nicht ausreichte, da füllte die Phantasie dieLücken aus.
Der Umfang des Erdkreises wnchs mit den Jahrhundertender Entdecknngeu. Das Leben des Einzelnen blieb zu kurz zureigeueu Betrachtung des Gesammten. Berichte Anderer, schrift-liche Ueberlieferungen und Nachrichten wurden seitdem immernothwendiger nnd allgemeiner zu Quellen der Erdkunde. Ja, in