Die Erdoberfläche,
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losigleit, unsere Sinne gleichsam verwirrend, beim ersten Anblickdes Erdglobus räthselhaft entgegentritt. Würden uns künftigefortgeschrittene Erdmessuugeu erst genauer über die Erdconstruc-tion belehren, so tonnten wir dann auch hoffen, über die Gesetzejener so willkürlich erscheinenden Vertheilung der Länder- undWassermasseu mehr Aufschluß zu erhalten. Sicher hängt derStand der Meere und des Oceaus wohl seinen Hauptverhätt-nissen nach viel mehr auch vou der cigeuthümlich zugerundetenGestalt der Erde, von den verschiedenen Distanzen der Oberflächevon dem Centrum der Mgel, als von einem von außen her ver-mutheten verschiedene» Luftdrücke der Nkuosphäre, der nicht anallen Stellen ein gleichartiger zu sein scheint, oder von den ver-schiedenen, doch nur temporären Hcbnugeu großer Striche derfesten Erdschalc ab. Gegenwärtig erscheint uus die Vertheilungvon Land uud Wasser fast zufällig; bei eiucr durchaus vollstän-dige» Kenntniß von den Ungleichförmigsten des Erdsphäroidsaber würde die scheinbare Regellosigkeit sich zu bestimmten Natur-gesetzen regulireu.
Vertheilung von dreierlei Formen über den Erdball.
Auf der Oberfläche der Erde zeigeu sich uus dreierlei For-men, welche als eben so viele Hüllen die Erde ganz oder theil-weise umgeben. Die elastische (luftförmige), die tropfbar flüssigelwässcrigc), die starre (feste) oder die Atmosphäre, d. i. Wolkennnd Lufthimmel; der Ocean oder das Wasser, die Erdrindeoder das Land. Diese Formen haben sich auf verschiedene Artin den äußeru Umfang des Erdplanetcn getheilt, uud ihre räum-liche Anordnung ist sehr unterscheidend. Die lnftförmigc umgiebtnnd dnrchdringt das Ganze; die wasscrförmige nur einen Theil,aber den bei weitem größten Theil der Kugeloberfläche; die starre,rigide Hülle macht den übrigen sichtbaren, den kleineren Theilder Erdoberfläche aus.