38
Der LustkreiS.
Je dichter, desto mehr sind diese Formen der Mitte der Erdegenähert. Die flüchtigste Hütte, der Luftkreis, nmgiebt die äußerstePeripherie des Planeten wie ein leichtes Gewand, umhüllt ihnmit Nether, Dünsten und Wolken. Es folgen dann abwärts dieschwereren, das Wasser, uud dann die Erde und die Felsmassen.Der Mensch und die Organismen leben im Contact mit allendreien. Mit der Erforschung der Bestandtheile der Verhältnisseuud gesetzmäßigen Erscheinuugcn der Atmosphäre beschäftigt sichdie Wissenschaft der Meteorologie. Die Quecksilbersänlc isteine währe Luftsprache, die uus mit den Veränderungen der At-mosphäre bekannt macht. Mit der Erforschung der Bestandtheile,Verhältnisse und Constructionsgesetze der Tiefen der Erdschichtenuud ihres Innern die Mineralogie, Bergwerksknnde undGeologie. Die Geographie hat es nur mit dem Conflict derdrei Hauptformen an den Oberflächen des Erdballs nach ihrenRaumvcrhältnissen zu thun, und mit den Rückwirkungen von je-nen auf diese ihnen angehörigen Erscheinungen. Dieser Conflictder Meteorologie zeigt sich z. B. in der Klimatik und den Phä-nomenen der untern Luftschichten auf die Erdoberfläche, wie Nie-derschlage vou Schnee, Regen n. f. w. Der Conflict der Geologieund Mineralogie zeigt sich in der Bodenbeschaffenheit der Ebenen,den Gebirgsbildungcn, in den Rückwirkungen des Innern, wiedes Vulkanismus, deu Erdbeben, Hebungen, heißeu Quellenbil-düngen, welche die mannigfaltigsten Veränderungen an den äußcruErdoberflächen bedingen, und in vielem andern. Das besondereGebiet geographischer Wissenschaft ist daher mit Bestimmtheit vor-gezeichnet.
Die elastisch flüssige Form umhüllt gegenwärtig nur uochallein auf eine ununterbrochene Weise das Ganze. Diebeiden anderen Formen umgeben das Erdsphäroid nur auf ciueunterbrochene Weise. Einst, in einer früheren Periode, be-deckte das Wasser Wohl den ganzen Erdball. Die Erforschung