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Gegensatz beider Erdhalben.
Festland im Gegensatze zum Flüssigen größere Wärmecapacitätbesitzt.
Alle anderen Linien gleichartiger Wärme oder Isothermenwerden in Folge jener Thatsachen ebenfalls ans ihrer Congruenzmit den mathematischen Parallelkreisen der Erdkugel verschobenund verändert.
In der westlichen Halbkngel bleiben die Isothermen-Curvenmehr dem astronomischen Klima und der bekannten Zoneneinthei-lung gleich, als auf der östlichen Halbkugel, weil diese vorherr-schend von Land bedeckt ist. Dort, in Amerika , zumal in seinemNorden, findet eine größere Wärmeabnahme in Folge der über-wiegenden Masse der Gewässer statt, als auf der Osthalbe derErde, wo die Erdmasse vorwiegt.
Aus derselben quantitativ so verschiedenen Verkeilung vonLand und Wasser mußte auch eiue große Differenz der Wärme-verhaltnisse hervorgehen. Die Wärme verbreitet sich mit ihremEinflüsse weniger gegen den Südpol der Erde, als gegen denNordpol. Während in Lappland, Grönland, Sibirien sich unterdem Polarkreise noch Wälder und bewohnte Kirchspiele finden,fehlt auf der südlichen Halbkugel, in derselben astronomischenBreitenparallele jeder Anbau, jeder Waldwuchs.
Die kalte Polarzone wird im Süden dominirender über dietemperirte Zone als im Norden des Erdballs. Die Treibeis-massen nähern sich im Süden der Polarwelt weit mehr demAequator als im Norden.
Noch ein wichtiges, durch A. v. Humboldt und Dove er-mitteltes Phänomen, das man auch ein sehr weit verbreitetesnennen kann, reiht sich diesem großen Cansalzusammenhauge an.Die atlautischen Gestadcländer der Alten Welt sind wärmer alsdie ihnen in gleichen Breiten gegenüberliegenden Ostküsten derNeuen Welt. Norwegen, England, Frankreich sind wärmer alsLabrador, Canada. Spanien, Portugal, Marocco mit der Ber -