Höhe der Gebirge.
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landschafteu, auf denen weniger die Festausiedelnng möglich war,sondern das nomadisirende Leben der Völker vorherrschend bleibenmußte. Schon deshalb kann der Geograph Gesammterhebung undParticutarerhebung nicht, wie der Geolog, blos als einen verschie-denen Typus des Hochlandes anerkennen, sondern als eine ganzverschiedene Klasse der Erdobcrslachengestaltung.
Es kommen aber diese Gebirgslandschaften der Erde mit denkleinern und größern, niedern nud hohen Platcaulandschaften derErde in den mannigfaltigsten Zusammenstellungen, Uebcrgängenund Combinationen vor, wodurch eben Verwechselungen bei nochungenauer Ermittelung leicht möglich sind. Bei den noch sehrmangelhaften Messungen vieler Erdgegendeu muß mau sich vor-erst nur mit Wahrscheinlichkeiten in dieser Beziehung begnügen.Scharfe, mathematische Grenzen sind bei den vielen physikalischmöglichen Uebergängen dieser Grnppiruugen in einander nur seltennachzuweisen.
Nicht blos die geringere oder größere Höhe ist es, welche dieAufmerksamkeit auf die Gebirge der Erde lenken sollte. Es tretenbei ihrer Betrachtung noch viele andre ebenso wesentliche Ver-hältnisse hervor, die weniger beobachtet zu werden Pflegen. Es istallerdings nicht gleichgültig, ob Gebirge nur einige hundert, oder1000, 5000, 10,000, 20,000 Fuß iu das Laboratorium der obe-ren Luftschichten, ans denen die Niederschläge in die untern statt-finden, hineinragen. Und so mag denn das Höhenverhältniß zu-erst zur Betrachtung kommen.
Man unterscheidet niedere Berge, Vorberge, Hochge-birge, Alpen , Rieseu berge. Gegen das ganze Volumen desErdballs verschwinden zwar die Alpen nnd selbst die Riesenbergeder Erde als ein fast unmerkbares Minimum.
Nur wenige Gipfel übersteigen eine deutsche Meile (derMount Everett 27,210 Par. Fuß) machen also ^'i? des Aequa-torial - Durchmessers aus.