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Erhebnngslinie,
1000 Fuß Höhe, hier und da in den norddeutschen Ebenen, wosie der Holländer, der Niederländer, der Anwohner der Ostsee Berge nennt, bilden noch keine Gebirge. In Süddeutschland undin der Nähe hoher Gebirge werden sie nur Hügel genannt; amNordfnße der Alpen werden noch viel größere Höhen zur ebenenSchweiz gerechnet. Für die Benennungen der Höhen ist daherstets zu bcachteu, ob der Berichterstatter im Himalaha oder imTieflandc von Osteuropa zu Hause sei.
Um den so schwankenden Sprachgebrauch einigermaßen zufixiren, lassen wir den bestimmtern Maßstab für die Verhältnisseder großen Gebirgssysteme der Erde erst mit gleichzeitig veränder-ten physischen Erscheinungen beginnen. Die Alpen der Schweiz ,die Musterbildung eines Gebirges, sind der Ausgangspunkt fürTerminologie der Berghöhen geworden.
Obgleich diese physischen Erscheinungen in andern Zonen wech-seln, so behalten wir doch den einheimischen Maßstab zur mög-lichen Vergleichung derselben bei, weil dieser für die Mitte dergemäßigten Zone der allem geltende geworden ist.
Voralpen nenut mau die Zone der Gebirge von 2000 bis5000 Fuß über dem Meere; Mittelalpen die von 5000 bis8000 Fuß; Hochalpen die vou 8000 bis 10,000 Fuß, über de-nen die Riesengipfel bis zur Montblanchöhe emporragen.
Einen andern Maßstab bieten die kolossalen doppelt so hohe»Nicsengcbirgssysteme des Himalaya und der Cordillereu in Asien und Amerika , der mit jenen leicht in Uebereinstimmung zu brin-gen ist.
Die lineare Richtung der Gebirge, oder ihre Erhebungs-linie, welche so charakteristisch m dem Worte Gebirgskette mitbc-zeichnet ist, bietet nach Richtung, Umfang, Zahl, Stellung, Glie-derung sehr verschiedenartige Verhältnisse dar. Ist die Richtungeine gerade Linie, so kann von einer Längenaxe der Kette dieRede sein, welches die ideale Erhebungsare der ganzen Kette be-