Entstehung der Gebirge.
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selndsten Höhen an, auf und ab, und in oft wiederholten An-sätzen, worüber ihre verschiedenen GebirgSformationen Aufschlußgeben.
So erklärt sich die doppelartige Gestaltnngsform der beiderleiHebnngen, der wilde Durchbruchscharakter der linearen Gebirgs-züge, gegen den sanfteren stetigen und allmähligen Anschwellungs-charakter der breiten Plateanländer; und die Mannigfaltigkeit derBestandtheile der einen, wie die Einförmigkeit der Oberflächender andern.
Lagen die Erdspalten unter den Meereshöhen, so traten ihreAusfüllungsmassen nur mit ihren höhern Rücket? und Gipfeln, alsInselketten und Jnselpiks, auf unterbrochene Weise über die Spie-gelfläche des Meeres hervor. Wo Labyrinthe von Spaltungen oderHaufen von Gängen sich ausfüllten, da traten auch ganze Gebirgs-- länder hervor. Waren keine primitiven Spaltungsrichtungen da,oder wurden die Gebirgsketten nicht durch abgeschwächte Stricheder Erdkruste hervorgelockt, so mochte der gewaltsame Schmel-zungsproceß vom Hitzheerde sich erst den Durchbruch nach obendurch einzelne Vnlkane bohren, oder durch lange Vulkanreihen ihrelinearischen Durchbrüche bilden und durch Feuereruptiouen undfortdauernde Erschütterungen und Ejaculationen aller Art offenerhalten. Traten solche Vulkanreihcn neben einander in paral-lele» Zügen hervor, so konnten sie auch gauze Strecken der Erd-kruste zwischen sich, gleichsam wie auf ihren Schultern plötzlichmit sich emporheben, und so die Cordilleren-Plateaus von geringerBreite, großer Länge und deu zu beiden Seiten emporgestiegenenVulkanreihen eutsprcchenden absoluten Höhen gestalten, welche die-ser weniger stetigen Bildungsweise vielleicht die vieleil Analogieenmit den vulkanischen Bildungen ihrer beiderseitigen Randgebirgs-ketten verdanken.
Von den Spaltungsrichtuugen der rigid gewordenen Krusteder Erdrinde ward demnach die generelle Directiou der Ausfül-