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Plutonische Bildungen.
lungsmassen oder der Gebirgsketten abhängig. Der Ural , dieScandinavischcn Gebirge, die Alleghanis, die Ghats u. s. w. in derRichtung der Meridiane -— andere in andern Richtungen gehoben.
Die verschiedenen Gebirgsarten der Ansfüllungsgesteine be-lehren über die verschiedenen Arten der Schmelzprocesse; die An-einanderreihungen der Formationen über die verschiedenen Suc-cessionen ihrer Bildnngsperioden, und also über das höhere oderjüngere Alter, über die primitive und secundäre Genesis der Ge-birgszüge. Hieraus ist ein ganzes Shstcm von den Altersfolgender Gebirge hervorgegangen, das in chronologische Reihen undverschiedene Formationen gebracht ist.
Viele krystallinische Gebirgsarten sind dnrch die Chemie alsdurch Feuerbildung geschmolzene und wieder erstarrte Massen an-erkannt: Granite, Porphyre, Gneuß, krystallinische Schiefer undsogenannte mctamorphosirte Gesteine. Man hielt sie früher fürprimitive oder Urgebirgsarten, die aber nach dieser Hebungs-thcorie jünger emporgehoben erscheinen als andere.
Die meisten Gebirgszüge sind erst dnrch viele successive Wie-derholungen ihrer Hebungen zu dem geworden, was sie jetzt sind.Dazu waren viele Jahrhunderte und Jahrtausende nothwendig.Nur wenige scheinen wegen ihrer einförmigsten Bestandtheile nureinmaliger Hebung und Erstarrung ihre ganze Existenz zu ver-danken, wie etwa der Stock der Centralkarpathcn. Wo fortgehendeEmporhebungen mit Feuer und Flamme ausbrachen, und Durch-brüche geschmolzener Massen (Laven) zum Fließen aus einzelnenFeuerschlünden stattfanden, da öffneten sich Krater, da entstandenVulkane und ganze vulkanische Gebirgszüge. An einzelnen Punk-ten blieben Vulkaugruppen oder Vulkankegel zurück. Sie konntenanch in ihrer Schmelzperiode erkalten und ihre Vulkane gänzlicherlöschen oder sich beruhigen; dann blieben doch die PlutonischenMassen zurück in ihren sichtbaren frühern Formen: die Puys deDome , die böhmischen basaltischen Piks, das trachytische Sieben-