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Die Geldvermehrung im Weltkriege und die Beseitigung ihrer Folgen : eine Untersuchung zu den Problemen der Übergangswirtschaft / von Robert Liefmann
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lich nicht genützt, da, wenn man überhaupt nach dem Deckung»-Verhältnis fragte, dieDeckung" durch Darlehenskassenscheine dieBewertung nicht im geringsten verbessern würde. Im übrigenmuß ich betonen, daß die möglichst wohlwollende Beurteilung derDarlehenskassenscheine, die ich inGeld und Gold" gab (s. S. 209 ff.),natürlich um so weniger aufrechterhalten werden kann, je mehrihre Menge vermehrt wird und je weniger die gewährten Darlehen,wie es eigentlich der Fall sein sollte, aus erzielten Erträgen als-bald zurückgezahlt werden.

Österreich -Llngarn hat leider seine papiernen Zahlungsmittelaußerordentlich stark vermehrt, von ca. 3 Milliarden Kronen vorBeginn des Krieges auf mehr als 17 Milliarden Kronen in derzweiten Äälfte 1917. Nähere Angaben sind nicht bekannt ge-worden, die Folgen sieht man aber in den dortigen Preisen!

Bei unseren Gegnern entwickelte sich die Geldvermehrungdurch Ausgabe papierner Zahlungsmittel folgendermaßen:

England hat, als einzigstes der kriegführenden Länder,seinen Banknotenumlauf nur ganz unerheblich vermehrt. DerNotenumlauf betrug in Millionen Pfund Sterling:

1914

Juli August September Oktober Dezember29,7 36,1 34,6 34,8 36,1

1915

Januar April Mai Juni Juli September Oktober Dezember35,9 34,7 32,9 34,6 33,5 32,3 32,6 35.3

1916

Januar März Mai Juli September November Dezember35,2 33,3 34,3 36,3 36,1 37,2 39.7

1917

Januar Mai September39,6 39 41,18

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