erörtert —, alle Preise zusammenzuzählen, sie der Geldmengegegenüberzustellen, und wenn erstere Summe gestiegen ist, zu sagen:die Kaufkraft des Geldes ist gesunken. Noch viel mehr gilt dasvon einem aus willkürlich ausgewählten Indexnummern errechneten„Preisniveau". Es würde allein schon einen großen Fortschrittin der Geldlehre bedeuten, wenn man das endlich einmal erkennenund Ausdrücke wie Wert oder Kaufkraft des Geldes in Zukunftganz vermeiden würde. Wer sie noch weiter verwendet, setzt sichdem Verdacht aus, damit nur seine völlige Unklarheit verdeckenzu wollen.
Welches Anheil die Erörterungen über den „Wert" oder die„Kaufkraft" des Geldes angerichtet haben, das sei noch an einigenZitaten aus dem besten systematischen Werke über das Geld, ausdem Buche Äelfferich s erörtert, das, trotz aller Verdienste umEinzelheiten der Geldlehre, doch mangels einer richtigen all-gemeinen Wirtschaftstheorie auch in der Theorie des Geldes ver-sagt. An zahllosen Stellen seines Buches spricht auch Äelfferichvon „dem" Wert des Geldes und daß es „Wertqualität habe".Die sogenannte subjektive Wertlehre hat schon längst behauptet,aber dem Gelde gegenüber nie selbst beherzigt, daß das sinnlosist, daß es nur einen Wert für eine einzelne Persongibt, und wir betonen weiter, daß sich dieser „Wert", den wirNutzen nennen, nie und nimmer ausdrücken läßt. Gewiß ist dasGeld auch ein „Objekt der Werturteile" (S. 532), aber in welcherWeise, das muß man eben erkennen, und davon ist die bisherigeTheorie, einerlei ob subjektive oder objektive Werttheorie, und soauch Äelfferich noch himmelweit entfernt. Dazu kommt man erstmit dem psychischen Kostenbegriff, der ja allen bisherigen Theorienvollkommen fehlt.
Äelfferich, obwohl er einen Substanzwert leugnet, sprichtimmer von „Wertqualität", „selbständiger Wertqualität" u. dgl.,als ob es überhaupt einen absoluten Wert gäbe. „Wenn dasSubjekt" — heißt es S. 532 — „sich entschließt, für eine WareGeld in einem bestimmten Verhältnis zu geben oder zu nehmen,so bedeutet das nichts anderes, als daß das Geld ebensogutwie die Ware ein Objekt der Werturteile ist oder Wertqualitätbesitzen muß, um seine Aufgabe als allgemeines Tauschmittelzu erfüllen." Es sollte doch nicht allzu schwer sein, einzusehen,daß „ein Objekt der Werturteile sein" und „Wertqualität be°134