sitzen" nicht dasselbe ist. Die Verwendung des letzteren Ausdrucksführt Äelfferich irre und macht seine Erörterungen falsch und„wertlos". Im Hintergrund steht aber natürlich die Vorstellungdes absoluten Wertes, der Irrtum, daß der Geldausdruck, Preis,ein Wertausdruck sei. „Gegen diese Folgerung" — fährt Äelfferichfort — „ist nur der Einwand möglich, daß im Austausch indem Gelde nicht ein Ding an sich gegeben werde, sondern nureine Anweisung, eine Repräsentation oder ein Symbol für andereDinge, daß mithin bei einem Amsetzen einer Ware gegen Geldeigentlich ein Amsatz einer Ware gegen eine andere, für das ge-gebene Gut erhältliche Ware Platz greift, während das Geldnur das wesenlose Zwischenglied bei diesem Amsah sei."
Aber andererseits sagt Äelfferich selbst (S. 534), daß zwischenGeld und Ware nur ein gradueller Unterschied sei. Ware undGeld werden nur beschafft, um Genußgüter zu beschaffen. Wennman den Begriff Anweisung so weit fasse, sei eben jede Wareeine „Anweisung" auf Genußgüter: „Bei dieser Definition desBegriffs Anweisung bleiben aber nur zwei Konsequenzen: ent-weder muß man den sämtlichen Waren, die auf den Marktkommen, die selbständige Wertqualität zugestehen" — das wäreselbstverständlich allein richtig; aber Äelfferich zieht darausnicht die weitere Konsequenz, daß er nun untersuchen müsse,wie alle „Anweisungen" auf Genußgüter, d. h. alle Güter ent-fernterer Ordnung und so auch das Geld, bewertet werden,nämlich als Kosten — „oder man muß auch den „Anweisungen"in dem besprochenen weiteren Sinne die Möglichkeit einer selb-ständigen Wertqualität zugestehen." Dies sei aber nicht möglich,der Begriff Anweisung sei nur in bezug auf einen bestimmtenInhalt denkbar. Daher sei das Geld keine Anweisung, „sondernes ist selbst ein Wertgegenstand". „Die Wertqualität ist eine in-tegrierende Eigenschaft des Geldes" (S. 535). Aber der Wertdes Geldes sei nur ein Funktionswert, und dann sucht Äelfferichdie „Bestimmungsgründe des Geldwertes" und kommt dabei hin-sichtlich der internationalen Abhängigkeit der Goldwährungen von-einander doch auf einen ziemlich unklaren, verhüllten Metallismus.
Ich glaube, daß die Fehler dieser Argumentation jetzt deut-lich zutage treten. Es ist die Vorstellung des absoluten Wertes,die Möglichkeit eines objektiven Wertausdrucks, die aus der Ver-wechslung von Wert und Preis, aus dem Fehlen einer richtigen
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