die unmittelbar auf den Wert des Dollars usw. einwirken". InWahrheit ist das Medium nicht das Gold, sondern es sind alleWaren, alle Forderungen und Schulden, die zwischen Deutsch-land und Amerika ausgetauscht werden. Äelfferichs Auffassungheißt in der üblichen Weise die staatlichen Zahlungsmittel mitdem eigentlichen Tauschmittel, der abstrakten Nechnungs-einheit Mark, verwechseln. Sie besagt nichts anderes, als daß„der" Wert des Goldes, also sein „internationaler Wert", denWert der deutschen Mark bestimme, sie ist also nichts anderesals die alte streng materialistische Geldtheorie, die hier wiedereinmal durchbricht, aber bei näherer Betrachtung sich offensichtlichals falsch erweist.
Es ist fast unglaublich, wenn man die ersten oben zitiertenSätze Äelfferichs liest, wie hier immer von „dem" Wert desGoldes und des Geldes die Rede ist. Man sollte es nicht fürmöglich halten, daß ein Mann wie Äelfferich es als einProblem aufstellen kann, „daß der Wert des Geldes auf seinerZahlungs- und Kaufkraft beruhe". Denn das bedeutet dochnichts anderes, als sich die Frage vorlegen, ob die Kaufkraft desGeldes auf seiner Kaufkraft beruhe! Nur der Wertbegriff, dieArsache aller Irrtümer in der ökonomischen Theorie, hat jeneProblemstellung ermöglicht. Vermeidet man ihn, so muß siesofort als sinnlos erkannt werden.
Es ist durchaus verkehrt, anzunehmen, daß auf die Kaufkraftdes Papiergeldes nur die wirtschaftlichen Verhältnisse im Inlandseinwirken, wie man bisher immer glaubte. Sofern überhauptein Austausch mit dem Auslande besteht, wirken auch die wirt-schaftlichen Verhältnisse des Auslandes ein. Jeder Austausch istnur eine Folge verschiedener „Kauftraft" des Geldes, die aberimmer, im inländischen Verkehr wie im ausländischen, nur eineindividuelle bleibt. Das erkennt man erst mit dem Fundamental-satze, daß überhaupt nicht das „Geld", die staatlichen Zahlungs-mittel, sondern daß die Einkommen die Güter kaufen. Es istein Nückfall in die alte absolute Wertauffassung und eine Folgedes unglückseligen Tauschwertbegriffs, wenn behauptet wird, daß„die freie Prägung den (I) Wert des Geldes in Abhängigkeitsetze von dem (I) Werte des Geldmetalls". Ohne Zweifel hatSeyn recht mit seiner Ansicht, „der Wert des sogenannten voll-wertigen Goldgeldes beruhe ebenso unabhängig von seinem Stoff-144