Tatsache zusammen, daß eben die Erträge, die Einkommen essind, die die Güter kaufen. C. Diehl kritisiert neuestens in einemAufsatze im „Bankarchiv" vom 1. Oktober 1916 die AnsichtBendixens, daß die auf Warenwechsel auszugebenden Banknotendie „klassische Geldschöpfung" seien. Er meint: „Wie aber, wennder Käufer seine Wechselschuld an die Reichsbank nicht aus denfür die Waren einkassierten Geldern bezahlen kann, weil er dieWaren nicht verkaufen konnte? Hier muß ganz unabhängig vomWarenumsatz sein Vermögen bzw. das der übrigen als zahlungs-fähig bekannten Firmen und Personen die Garantie bieten, daßdie Noten wirklich „so gut wie Geld" in Zahlung genommenwerden." Gewiß haftet auch das Vermögen, aber wenn derKäufer wirklich einen Posten Ware, für den er eine Wechsel-schuld auf sich genommen hatte, nicht verkaufen konnte, so rechneter doch auf Erträge aus seiner gesamten sonstigen Wirtschafts-tätigkeit. Wenn es aber selbst vorkommt, daß sich die Kaufleutehierbei verrechnen und alle aus dem Wechsel Verpflichteten fürihn einstehen müssen, so ist das doch kein Argument gegen dieBehauptung, daß nur eine auf Grund vermehrter Erträge ausdem Tauschverkehr erfolgende Banknotenvermehrung unschädlichfür die Preisbildung ist. Das muß jeder, der sich nicht auffalsche ökonomische Theorien festgelegt hat, auf Grund unsererAusführungen einsehen und eingestehen. Diehl hat eben selberauch gar keine Vorstellung davon, wodurch die Banknotenaus-gabe auf die Preise wirkt.
Allerdings hat auch Bendixen nicht seine richtige Beobachtungtheoretisch auf das Wesen des Geldes begründet, er hat nicht er-kannt, daß die Banknotenausgabe auf Warenwechsel deswegennicht die Preise verändert, weil die Erträge aus dem Tausch-verkehr, die Einkommen und dadurch wieder Preise werden, eseigentlich sind, die die Güter kaufen. Die in der abstraktenRechnungseinheit ausgedrückten Erträge sind es, die „zirkulieren",sie entstehen aus Preisen, werden Einkommen und dann wiederPreise usw. Sie sind das eigentliche Geld, durch welches dieAmsätze herbeigeführt werden. Es kommen natürlich auch dieAmsätze in Betracht, die aus dem Vermögen, aus dem Geld-kapital gemacht werden, aber sie werden in noch höherem Gradeals jene, die aus dem Einkommen gemacht werden, nur verrechnet,und sie stehen durch das „Sparen", die Kapitalbildung mit den178