Einkommen werdenden Gelderträgen in engem Zusammenhang.An diese Amsätze des Tauschverkehrs muß sich in der auf demErtragsstreben beruhenden Wirtschaftsordnung auch das Geldanschließen. Dahin geht auch die ganze Entwicklung des Geld-wesens. Das kann freilich weder mit der staatlichen Theorie, dievon dieser Erkenntnis am weitesten entfernt ist, noch mit demMetallismus erkannt werden.
3. Ergebnisse über die Gründe der Preis-veränderungen
Es kann hier nicht unsere Aufgabe sein, die allgemeine Theorieder Preisveränderungen zu entwickeln, die selbstverständlich nochin den allerersten Anfängen steht, solange es an einer wirklichenErklärung der Entstehung des Preises und der Grundlagender Preisbildung überhaupt noch fehlt. Die Theorie der Preis-veränderungen wird die.Hauptaufgabe der ökonomischen Wissen-schaft in den nächsten Jahrzehnten sein. Äier haben wir es nurmit den Einflüssen der Gelovermehrung auf die Preise zu tun.Nur so viel sei über jene allgemeine Frage gesagt, daß natürlichauch ohne Veränderung der Geldmengen Einkommensverschiebungenzu Preisveränderungen führen können. Alle stärkeren Einkommens-verschiebungen müssen zur Veränderung mancher Preise führen,und zwar um so mehr, je mehr durch die Einkommensverschiebungauch die Kapitalbildung verschoben wird. Das ist eben bei derKriegsnachfrage des Staates in großem Umfang der Fall. DieAnleihen, die er aufnimmt, sind zu einem erheblichen Teil Kon-sumtivkredite und, wie bekannt, absorbiert er mit ihnen gerade dieSummen, die sonst von den Einzelwirtschaften zur Kapitalbildungverwendet worden wären. Anders hätten wir die mehr als20 Milliarden Mark Kriegsanleihen jährlich gar nicht aufbringenkönnen. Bei dem Umfange der heutigen Kriegskosten handelt essich also nicht nur um Einkommensverschiebungen, sondern siegreifen auch in den Reproduktionsprozeß des Kapitals weitgehendein, was sich natürlich mit der längeren Dauer des Krieges immermehr bemerkbar macht.
Unter allen Umständen muß die große Umwälzung in denBedürfnissen und damit in der Aufwendung von Kosten, die dieKriegswirtschaft mit sich bringt, zu Einkommensverschiebungen
179