eisernen Kanzlers geschlagen hatte. Ihr Leitstern war das Goethewort:Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.
Im Sommer 1874 wohnte ich bei meinen Eltern in Potsdam , die dortam Pfingstberg eine Villa gemietet hatten, um der Hitze der Großstadt zuentgehen. Das Haus bot wundervolle Ausblicke. Weit lag vor unseren Augendie Havellandschaft ausgebreitet. Wie große silberne Flächen erschienenuns die Seen. Wenn sich der Tag neigte, wurden die Segel der die Seendurchkreuzenden Kähne vom Abendrot purpurrot gefärbt, Hunderte vonFenstern schimmerten im scheidenden Licht. Wie herrlich war in Potsdam das „Neue Palais“, die Schöpfung des großen Königs, das Haus, wo unserHeber Kaiser Friedrich geboren war und wo er sein Haupt im Tode neigensollte. Die Garnisonkirche, in der des großen Königs Sarg steht! Wie vieleüberwältigende historische Erinnerungen! Und gleichzeitig welche land-schaftfichen Schönheiten!