Druckschrift 
Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

65

Stabeisen. Blech.1843 . . . 38,993 Ctr. 9,718 Ctr.

1846 . . . 44,540 - 10,984 -

1847 . . . 44,067 - 10,945 -

1848 . . . 59,007 - 7.943 -

1849 . . . 77,536 - 7,553 -

Für 1850 sind 80,000 Centner Stabeisen und 10,000Centner Blech anzunehmen. Unter dem Blech ist auch etwasWeißblech einbegriffen.

Auf die Erzeugung von Stabeisen bei Steinkohlen kamen1842 gegen 5000 Centner und 1849 16,256 Centner oder 21Prozent der Gesammtproduktion.

Die Produktion an Draht betrug:

1845 ... 100 Centner,1849 ... 252 -

Im Ganzen bemerken wir bei der sächsischen Eisenproduk-tion ein geringes Fortschreiten, sowohl in neuen Anlagen als inAusdehnung des Betriebs der bestehenden. Bis zur Ausführungder erwähnten Eisenbahnverbindung zwischen den obererzgebirgi-schen Eisenstein- und den Zwickauer Kohlenrevieren, dürfte dieConcurrenz Schlesiens, das unter weit günstigeren Verhältnissenarbeitet, keine Erweiterung zulassen. Die eigenthümlichen Be-schränkungen des Betriebs, die bedingten Concesstonsertheilungenund die hohe Besteuerung von Seiten des Staates, trugen eben-falls das Ihrige dazu bei, den Fortschritt der sächsischen Eisenge-winnung zu hemmen. Erst seit kurzer Zeit sind Erleichterungenin dieser Beziehung eingetreten.

4. Würtemberg.

§. 15. In Würtemberg ist sowohl der Gruben- und Hüt-tenbetrieb, als auch der größte Theil der Gießereien und Frische-reien landesherrlich. Die dortigen Werke haben sich schon vonalten Zeiten her durch vorzügliche Einrichtung und tüchtige hüt-tenmännische Leitung ausgezeichnet, insbesondere Wasseralfingen,wo Faber du Faur zuerst die Benutzung der Hochofengasezum Erhitzen der Gebläseluft wie zum Feinen und Puddelndurchsetzte und überhaupt in allen Richtungen fortschritt. Die

5