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Für 1850 sind gleichfalls 115,000 Centner anzunehmen.Die Produktion hat sich also seit Anfang des Zollvereinsfast verdoppelt, die Zahl der Hochöfen jedoch nicht vermehrt.Insbesondere tritt seit 1846 der Einfluß des Eisenbahnbaus her-vor, wozu indeß die Schienen aus Belgien bezogen wurden.
Beim Roheisen sind durchschnittlich etwa 3300 Ctr. Schmal-kaldener Rohstahleisen einbegriffen.
Der Antheil des Aerars an der Gesammtproduktion betrug:1834 . . . 33,719 Ctr. oder 56 pCt.1842 . . . 38,510 - - 48 -1849 . . . 70,110 - - 60 -Das im Jahr 1849 im eigentlichen Churhessen producirteQuantum ward bei 6 Hochöfen erblasen; 7 sind überhaupt vor-handen.
Nach Abzug des auf Schmalkalden entfallenden Quantumsvon 43,419 Centner hat also ein Hochofen 12,060 Centner imJahr erzeugt, etwas mehr als der Durchschnitt in Preußen be-trägt. In Schmalkalden eristiren 6 große Blauöfen, die vonallen Thüringischen am stärksten und besten betrieben werden.
Ueber den Umfang der Gußwaaren er zeugung ausRoheisen fehlen die genauen Angaben. Auf einzelnen ärari-schen Werken werden zeitweise statt der Hochöfen nur die Kupol-öfen betrieben. 1847 waren im ganzen Churfürstenthum 8 Cu-pol- und 2 Flammöfen vorhanden. Die durchschnittliche Erzeugungmag zu 12,000 Centner anzunehmen sein.
Die Produktion Churhessens an Stab eisen findet bis jetztblos bei Holzkohlen und auf Hammerwerken statt. ES sindzwar einige Puddlingöfen auf die Benutzung von Braunkohlen-gasen angelegt und die Versuche mit großer Ausdauer verfolgtworden, jedoch ist es, wie wir hören, bis jetzt noch nicht gelun-gen, in größerer Ausdehnung zu regelmäßigem Betrieb zu ge-langen. Da Churhessen zu weit von den Westphälischen oderThüringischen Steinkohlenrevieren liegt, um dieses Material an-wenden zu können und seine Holzkohlenfrischerei auf die Längenicht im bisherige» Umfange zu erhalten sein wird, so wäre esaußerordentlich wünschenswert!), wenn seine bedeutenden Schätzevon Braunkohlen sich in solcher Weise nutzbar machen ließen.
Die Stabeisenproduktion betrug!