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Diese Mindererzeugung*) repräsentirt folgende Verminderungdes nationalen Einkommens in jenen drei Jahren:
bei der Produktion der Hochöfen . 2,131,069 Thlr.
- Gußwaaren aus Roheisen. . . 1,350,000 -
- Stabeisen........... 6,326,000 -
- Blech............. 888,000 -
- Draht............. 164,500 -
- Stahl.............. 164.000 -
Summa . . . 11,623,569 Thlr.Hierbei ist noch von der Verminderung des Werthes ab-strahirt, welchen die Verfeinerung des Frischeisens und Stahlszu Kleineisen, Naffinirstahl u, s. w. darstellt und die sür jene 3Jahre auf mindestens 2 Millionen Thaler zu veranschlagen ist,wodurch sich also die Summe des verminderten Einkommens aufetwa 13,623,000 Thaler oder für 1 Jahr auf 4,541,000 Thalererhöht.
Nimmt man an, daß in dem Werth der Hochosenvroduktion75 Prozent Arbeitslöhne enthalten sind, sowie in den Gußwaaren,im Stabeisen, Blech, Draht und Stahl durchschnittlich 33^ Pro-zent des Werthes oder 66^ Prozent der durch vorstehende Rech-nung dargestellten Werthsvermehrung, so berechnet sich der Verlustan Löhnen, welchen die Berg- und Hüttenarbeiter (also die Eisen-und Stahl Waarenfabrikation ausgeschlossen) in den 3 Jahren1848 bis 1850 erlitten haben, auf nicht weniger als 9,259,600 Thlr -,oder auf 1 Jahr 3,086,533 Thlr.!
Wenn eine solche Verlustsumme auf eine Arbeiterzahl ent-fällt, die nur 1,43 Prozent der Bevölkerung des Zollvereins be-trägt, so läßt sich ein Schluß ziehen, wie enorm der Gesammt-verlust der nationalen Erwerbskräfte gewesen sein muß. Aller-dings ward die Eisenindustrie verhältnißmäßig stärker betroffen,als vielleicht irgend ein anderer Erwerbszweig.
Allein der relative Verlust ist vielleicht noch weit größer.Denn ohne die Ereignisse von 1848 dürfte die Eisenproduktionnicht blos auf der Höhe von 1847 geblieben sein, sondern sich
") Für Draht rechnen wir nur die Mindererzengung von 1848 und 184V,da das Quantum von 1850, des Bedarfs für Telcgravhendrähte wegen, dieProdnktion von 1847 überstieg.