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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
Entstehung
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nen u. s. w. eingerichtet worden, was der ganzen Industrie einenneuen Impuls gegeben hat. Es wurden an Eisenbahnschienenproduzirt:

1837 .... 8,798 W.Ctr.

1840 .... 84,2901844 .... 150,785

1847 .... 277,391 - »)

Die Hauptpuddlingwerke für Schienenfabrikation sind Wil -kowitz und Zöptau in Mähren , Prevali und Franzschach in Kärn-then und Neuburg in Steiermark; neuerdings auch Josephhüttein Böhmen . Trotzdem wird der weit überwiegende Theil des er-zeugten StabeisenS noch bei Holzkohlen gefrischt, vielfach mit be-deutender Verschwendung an Brennmaterial. Die Puddling-srischerei kam zuerst in den dreißiger Jahren in Mähren auf;sie wird dort und in Böhmen meist bei Steinkohlen betrieben.In Kärnthen dagegen wird vorherrschend mit Braunkohlen oderHolz und in Steiermark mit Holz gefeuert, nebenbei auch wohlmit Steinkohlen oder Torf. Die Versuche zur Benutzung vonSteinkohlen -, Holz-, Braunkohlen- und Torfgasen zum Pudd--ling- und Schweißofenbetrieb sind überdieß in Oesterreich vielfachund in großartigem Maaßstabe, vielleicht auch mit besserem Er-folg als irgendwo ausgeführt worden, indem hier bereits seitJahren auf mehreren Puddlingwerken ein regelmäßiger Betriebbei Gasen stattfindet.

1841 betrug die Zahl der Eisen- und Stahlhämmer in derösterreichischen Monarchie 1385, der Puddelöfen 54. Für 1848ist jene Zahl ungefähr gleich hoch, diese auf das Doppelte anzu-nehmen.

Die Produktion an gefrischtem Eisen betrug:

1841 .... 1,375,659 W. Ctr.

1848 .... 2,343,000

Darunter mögen 1848 gegen 600,000 Centner oder etwa^ im Wege des Puddlingfrischprozefses dargestellt sein, wovonjedoch nur der geringere Theil bei Steinkohlen, der größere beiHolz und Braunkohlen.

') Im Zollverein betrug 1847 die Erzeugung von Eisenbahnschienengegen 1'z Milliouen Centner.