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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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Bei Coaks. Bei Holzkohlen.1830 .... 10 911836 .... 23 661839 . ^ . . 17 521843 .... 20 33

1846 .... 40 26

1847 .... 46 ' 25

Die Zahl der überhaupt vorhandenen Hochöfen ist indeßweit größer; an Holzkohlenhochöfen liegen in den letzten Jahrengegen 54 kalt und an Coakshochöfen durchschnittlich 15 20;die Gesammtzahl der vorhandenen beträgt also gegen 143.1839 eristirten 117, wovon 69 außer Betrieb. Etwas übertrie-bene Spekulation in Aktienunternehmungcn auf Eisen und Kohlentragen die Schuld dieses ungewöhnlich starken Verhältnisses deraußer Betrieb befindlichen Coakshochöfen; bei den mit Holzkohlenbetriebenen ist es dagegm eine einfache Wirkung der innerenConcurrenz. Die meisten Holzkohlenhochöfen liegen in Namur und Luxemburg, die meisten Coaks- oder Steinkohlenhochöfen beiCharleroi im Hennegau und demnächst bei Lüttich . Man kanngegenwärtig die jährliche Produktion eines belgischen Holzkohlen-Hochofens zu 15,000 Centner, eines Coaks- oder Steinkohlen-hochofens zu 80 bis 90,000 Centner veranschlagen.

In der Stabeisenfabrikation ist längst schon die Stein-kohlenfrischerei überwiegend. Die großartigen PuddlingwerkeBelgiens sind fast ohne Ausnahme in Verbindung mit Hochofen-anlagen; zum Theil sind überdies die Kohlen- und Erzgrubenin derselben Hand. Zu den großartigsten Werken dieser Art ge-hören im Bezirk von Charleroi: Couillet , Chatelinean undMonceau, im Bezirk von Lüttich: Ougröe Seraing und Esperance.

Die Stabeisenproduktion betrug;

1844 .... 46,913 Tonnen.1846 .... 59,543

Der Antheil des bei Holzsohlen gefrischten Stabeisens be-trug 1846 etwa 5,600 Tonnen oder ^ der Gcsammterzeugung;es wird hauptsächlich für die Gewehrfabrikation Lüttichs und zurDarstellung anderer Eisenwaaren gebraucht.

Auch die übrigen Zweige der Eisenfabrikation betreibt Bel-gien in großer Ausdehnung; nur die Stahlerzeugung findet in