Druckschrift 
Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

Die Steinkohlenfrischerei nach englicher Methode wird im Bezirkder Coakshütten betrieben, während die mÄwcie ckampenviseihren Hauptsitz in den obengenannten Departements hat, die theilsmit Holzkohlen, theils mit gemischtem Brennmaterial Hütten.

Es waren vorhanden (außer den katalanischen Oefen):1843 ... 1,128 Frischfeuer. 444 Puddlingöfen.1846 . . . 1,063 - 995

Von den Frischfeuern sind in den letzten Jahren durchschnitt-lich 300, von den Puddlingöfen 150 außer Thätigkeit.

Sehr bedeutend ist die französische Stahlfabrikation vor-geschritten. Bis zum Jahre 1840 überwog die Schmelzstahlbereitung,wozu vorzüglich das weiße Roheisen der Dauphin« und auchetwas rheinisches Spiegeleisen verwandt ward. Seitdem nehmenjedoch die Cement - und Gußstahlfabrikation bedeutend überHand.Ihr Hauptsitz ist St- Etienne im südlichen Kohlenbassin; als Roh-stoff wird größtentheils schwedisches Eisen verbraucht. Die Gütedes Sheffielder Gußstahls ist in Frankreich noch nicht erreicht,ebensowenig der billige Preis; jedoch macht man bedeutende Fort-schritte nach diesem Ziele hin.

Stahlproduktion Frankreichs .

Jahr.

Schmelzstahl.

Cementstahl.

Summa.

Tonnen.

Tonnen,

Tonnen.

1826

3,257

1,500

4,757

1835

2,949

3,308

6,257

1840

3,546

3,859

7,405

1841

3,202

3,684

6.886

1842

3,116

3,994

7,110

1843

3,527

5.812

9,339

1844

3,212

7,782

10,994

1845

4,004

8,369

12,373

1846

4,408

8,546

12,954

Das Quantum, von 1846 ist also gleich 259,080 Z. Ctr.,was mehr ist als der Zollverein und Oesterreich erzeugen.

Trotz einer so bedeutenden, durch übertrieben hohe Zölle ge-ll»