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geht wie früher nachgewiesen, die Konkurrenz des Auslandesgerade von den allerordinärsten und nicht von den unserem Holz-kohleneisen in Qualität gleichstehenden Sorten Roh- und Stab-eiscns aus. Der Zoll mußte also zunächst auf Preissteigerung derganz entsprechenden inländischen Sorten hinwirken, und stehtunser Coaksroheisen auch durchschnittlich um sast 5 Sgr. höherim Preise, als ausländisches zollfrei zu beziehen wäre. Alleinje weiter sich die Qualitäten von diesen Sorten entfernen, je mehrmuß jene Einwirkung sich abschwächen. In der That ist bis jetztbloß in Coaksroheisen eine schwache innere Konkurrenz, währendbeim Holzkohleneisen das Angebot eher den Bedarf übersteigt.So hat, trotz der Zollerhöhungen von 1844, die starke innereKonkurrenz der feineren Eisensorten thatsächlich gar keine Preis-steigerung zugelassen. Es wird dieß durch die einfache That-sache erwiesen, daß das Holzkohlenroheisen jetzt so niedrig, jatheilweise noch niedriger steht als 1843 (13^ bis 14^ Thlr . pro1000 Pfd.), während doch die schottischen Preise im Durchschnittder letzten Jahre noch etwas höher (18^ 44 sk., 1843 nur40 sti.), und die belgischen gleich hoch wie damals (auf Fr. 7^bis 7^ pro 100 Kil.) stehen. Die seit dem 1. Sept. 1844 da-zwischen getretene Vertheuerung des ausländischen Roheisens um5 resp. 10 Sgr., hat also dieß Verhältniß gar nicht geändert.Von einer absoluten Vertheuerung des Roheisens seit 1844 kanndemnach beim Holzkohlenroheisen gar keine Rede sein, wenn auchnicht abgesprochen werden soll, daß ohne den Roheisenzoll außereiner Beschränkung des Absatzes auch eine noch etwas weiter ge-hende Verminderung der Preisdifferenz zwischen guten und schlech-ten Qualitäten vor sich gegangen sein dürste.
Da derartige Beweise durch das Eingehen in konkrete Ver-hältnisse am sichersten geführt werden, so wollen wir hier diePreisangaben folgen lassen, wozu in den sechs Jahren vor und nachder Zollauflegung in verschiedenen Theilen des Zollvereins dasHolzkohlenroheisen loeo Werk verkauft worden ist.*)
1. Ein oberschlesisches Hüttenwerk mit mehreren Hochöfen(Mittel-Qualität);
°) Diese Mittheilungen sind den Büchern der aufgeführten Werke ent-nommen und kann ihre Richtigkeit also verbürgt werden.