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Vergleichende Statistik der Eisen-Industrie aller Länder und Erörterung ihrer ökonomischen Lage im Zollverein / von Wilhelm Oechelhäuser
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1) als Stabeisen, Stahl:c. . . 45 pCt. oder 0,67 Pfd. pro Morg.

2) Kleineisen.......10 0,iö

3) Faeoneisen,Achsen,Blech:c.15 0,22

4) Weißblech, Draht zc.. - 5 0,073) grobe Gußwaaren ... 10 0,156) Eisen-und Stahlwaaren 15 0,22

Summa . . 1,48 Pfd.

Werden diese Gegenstände vom Ausland bezogen, so müssen

sie nach den gegenwärtigen Sätzen deö Tarifs an Zoll ent-richten :

von Nr. 1.

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1.

15

Sgr.

pro Ctr. . .

. 3,38 Pfen

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2.

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. 4.44

Summa . . 12,74Pfennige.

Dieser Betrag von 12,74 Pfgn. pro Morgen ist also dieoberste Grenze der Vertheuerung, dieüberhaupt mög-lich ist und die nur dann statthaben kann, wenn man diese Ge-genstände sämmtlich aus dem Auslande bezieht. Da aber erwie-senermaßen das inländische Eisen bei weitem nicht um den Zoll-betrag vertheuert wird und gerade für die Landwirthschaft amwenigsten, weil sie fast ausschließlich der feinsten Eisensorten be-darf, die bei uns gleich billig sind als im Ausland, so kann diewirkliche Preiserhöhung durch den Zoll nur einen Bruchtheil vonjenem Marimalsatz betragen haben. Dieser Theil wird natürlichum so größer sein, je ungünstiger eine Gegend für den Bezugvon inländischem Eisen liegt; sie beträgt sonach z. B- für dieProvinz Preußen bedeutend mehr als für Schlesien, Rheinlandund Westvhalen.

Mit Berücksichtigung dieser verschiedenen geographischen Lageeinerseits und des Verbrauchsverhältnisses an inländischem undimvortirtem Eisen anderseits dürfte sich in Wirklichkeit die Bela-

maaßgebend sein kann, indem sie in keiner andern Form zu beziehen sind.Es ist lächerlich, den Zoll auf Eisenwaaren hierbei in Anschlag bringen zuwollen, wie unsere Gegner häufig thun.