den Ausschlag geben, ob man besser die Kohlen zu den Erzenoder diese zu jenen führt; in der Regel wird Letzteres das Vor-theilhaftere sein.
Betrachten wir hiernach die Eisendistrikte, wo der Umfangdes Gewerbes einerseits und die geographische Lage anderseitsdie Anlagen von Eisenbahnen zwischen den Erz- und Kohlenlagernausführbar erscheinen lassen, so muß dieß zuerst von Oberschle-sien gelten. Die Coakshochöfen liegen hier in dem Steinkohlen-revier zwischen Gleiwitz und der polnischen Grenze ziemlich dichtzusammen; sie verhütten meist Tarnowitzer und Beuthener Braun-eisensteine. Eine Verbindung der Hauptsteinkohlen- und Erzgrubenmit den Hüttenwerken, und dieser mit der großen die Provinzdurchziehenden Bahnlinie durch eine vielfach verzweigte Pferde-eisenbahn, war langst projektirt und wird jetzt in der That durchdie oberschlesische Bahndirektion in Angriff genommen. Nimmtman im Durchschnitt an, daß bis jetzt die betreffenden Hütten-werke eine Erzfracht von 7 Sgr. auf den Centner Roheisen zutragen hatten, so wird diese durch die Eisenbahn auf etwa 2 Sgr.herabgebracht. Berücksichtigt man außerdem, daß den meisten Hüt-tenwerken durch die Bahn auch die Steinkohlen noch etwas billigerwerden, und daß namentlich der Bezug der fetten bakenden Koh-len dadurch zunehmen muß, und faßt endlich die Frachtersparnißbeim Versand des Produkts im Auge, so läßt sich behaupten,daß diese Eisenbahnanlage für sich allein die Produktionskostender betreffenden Werke um einen, dem Roheisenzoll fast gleichkom-menden Betrag reduziren wird.
Eine zweite Anlage, die gleich dringend nothwendig unddurch die Bedeutung der vorhandenen Grundlagen gleich gerecht-fertigt erscheint, ist die Eisenbahnverbindung zwischen dem Zwik-kauer Kohlen- und dem Obererzgebirgischen Eisen-steinrevier im Königreich Sachsen. Hier beträgt die Entfer-nung zwischen den großartigsten Lagerstätten beider Mineraliennur 4 bis 5 Meilen in einem höchst geeigneten Terrain, wodurchgleichzeitig die Verbindung mit der sächsisch-baierischen Eisenbahnhergestellt und also der Absatz der Eisenfabrikate nach allen Thei-len des Zollgebiets außerordentlich erleichtert würde. Diese Bahn")
') Ueber die Nothwendigkeit dieser Bahnaulage zur Erhaltung der säch-sischen Eisenindustrie handelt eine meisterhaft geschriebene Abhandlung des