Das Ruhrkohlenrevier wird sich sicherlich mit der Zeit zum Haupt-absatzgebiet der Lahuerze gestalten. Wenn übrigens die Verlän-gerung der Cöln-Mindener Bahn über Deutz nach Wiesbaden zu Stande kommt, so durchschneidet sie das nassauische Eisenrevierin der Mitte und werden die Frachten nicht allmhoch (nicht über1 Pf. pro Centner und Meile) gestellt, so kann sie spater, nebender Sieg-Ruhrbahn und dem Wasserweg, ebenfalls zum Transportder Lahnerze nach den Ruhrkohlen dienen.
Eine fünfte Bahnanlage, die einem alten bedeutenden Eisen-distrikt die Konkurrenzfähigkeit wieder geben und eine große Aus-dehnung der Produktion zur Folge haben müßte, wäre die Ver-bindung des Schleidener Eisendistrikts mit dem Jnde-kohlenrevier durch eine Zweigbahn der rheinischen Eisenbahnvon Düren nach Wallenthal. Die Verhältnisse liegen dabei ähn-lich wie im Siegenschen, und würde hier gleichfalls sowohl derUebergang der Schleidener Holzkohlenhochöfcn auf Coaksbetrieb,als der Transport der Erze nach dem Kohlenrevier durch dieBahn ermöglicht.
Im Luxemburgischen würde ebenso eine Eisenbahn-verbindung mit dem Saarkohlenrevier der dortigen Eisen-industrie eine neue Basis geben, und sie großer Entwicklung ent-gegenführen.
Der Einfluß der Eisenbahnen auf Ermäßigung der Erz-oder Kohlenpreise wird sich durch den Anschluß von Chausseenund Communalwegen zur An- oder Abfuhr der Materialien ver-vollständigen.
Blos die Ausführung der erwähnten Eisenbahnen würdeunmittelbar auf die Reduktion der Selbstkosten von etwa 2Millionen Centner Roheise», oder fast der Hälfte der gesammtenErzeugung des Zollvereins einwirken, und zwar zu einem Betrage,der durchschnittlich eher über als unter der jetzigen Verlheuerungs-differenz steht. Es ist dabei keine sanguinische Unterstellung, son-dern darf als vollkommen sicher betrachtet werden, daß schon inwenigen Jahren die Eisenerzeugung dieser Distrikte sich verdoppelnoder verdreifachen, daß also das Verhältniß der wohlfeiler gewor-denen zu dem Theile der Produktiv», dessen Selbstkosten sich wenigoder gar nicht ermäßigen lassen, ganz überwiegend, und damit ein