— 357 —
steuer erhoben werden soll, zu großen Befürchtungen Anlaß, in-dem die Differenz der bisherigen und der künftigen Besteuerung(siehe 8. 41,) namentlich beim Nagcleisen, Schwarz- und Weiß-blech u. s. w. zu bedeutend ist, um nicht die Spekulation zur Auf-häufung großer Quantitäten Eisen in Hannover zu reizen, undso die Finanzen des Zollvereins zugleich mit der inländischen In-dustrie zu benachtheiligen. Die Erfahrungen beim Anschluß Braun-schwcigs, wo trotz der vereinbarten Nachbesteuerung so bedeutendeWaarenvorräthe in den hiervon ausgenommenen Artikeln aufge-häuft worden waren, fordern in der That zur höchsten Borsichtin dieser Beziehung auf Hoffen wir, daß die hannöversche Re-gierung schon im eignen Interesse Veranstaltungen treffe, solchenSpekulationen zuvorzukommen.
Hiervon abgesehen ist der Anschluß von Hannover ein fürdie diesseitige Eisenindustrie äußerst erfreuliches Ereigniß, Wieschon im K, 30. erwähnt, deckt die dortige Eisenindustrie denBedarf nur zum kleinsten Theil. Es wurden im Steuervereineingeführt in hannöverschen Centnern ä 100 Pfv,:
I85?. IS;
Roheisen......... 65,000 Ctr. 60,000 Ctr.
Stabeisen und Schienen.. 231,929 „ 268,987 ,,
Stahl........... 5,875 „ 7.360 „
Schwarzblech....... 13,418 „ 13,844 „
Weißblech......... 4.643 „ 3,990 „
Draht........... 2.684 „ 2,412 „
Gußwaaren........ 23.318 „ 19.878 „
Eisen- und Stahlwaa ren . 30,015 „ 18,756 „
Summa . . . 436,882 Etr. 395.22? Ctr.
Zu dieser Einfuhr lieferte der Zollverein nur:
18!5 iSzz.
Roheisen.......... 10.000 Ctr. 8,000 Ctr,*)
Stabeiscn......... 7,850 „ 8,347 „
Stahl........... 2,136 „ 2,731 „
Schwarzblech ....... 340 „ 383 „
Weißblech......... 8 „ 28 „
Draht........... 365 „ 274 „
Gußwaaren........ 15,539 „ 11,535 „
Eisen- und Stahlwa aren . 2,970 „ 2,849
Summa . . . 39,208 Ctr. 34,214 Ctr.
') Diese Quanta werden von den ärarischen Werken in den angeschlos-senen hannöverschen Gcbictstheilcn »ach dem Mutterlandc geführt.