Nation, insofern diese das Interesse hat, daß die natio-nalen Produktivkräfte in einer Weise Verwendung finden,welche den größtmöglichen Ueberschuß über die aufgewen-deten Produktionskosten abwirft, und welche, indem sieder nationalen Arbeit den größten Entgelt, dem natio-nalen Kapital den größten Gewinn sichert, zur größt-möglichen Zunahme des nationalen Reichtums führt.
Es ist vom Standpunkt dieses nationalen Gesamt-interesses, daß Kdam Smith den Schutz aller heimischenBetriebe, welche nur unter größeren Kosten als aus-ländische einen Bedarfsgegenstand herzustellen vermögen,als dem vaterlande schädlich erklärt hat. Ein jederkluge Familienvater, führt er aus, hütet sich, im Hauseherzustellen, was er billiger von einem anderen kaufenkann. Der Schneider macht die Schuhe, die er trägt,nicht selbst, sondern kauft sie vom Schuster' der Schusterfertigt nicht selbst seine Kleider, sondern kauft sie vomSchneider. Was für den Haushalt jeder einzelnen Familieweise ist, kann unmöglich für den eines Volkes Torheitsein. Wenn das Ausland uns mit einem Gute billigerversorgen kann, als wir es selbst herzustellen vermögen,so ist es besser, es mit einem Teile des Ertrags unsreseigenen Fleißes zu erwerben, der in einer RichtungVerwendung findet, bei welcher wir Gewinn ziehen.Unsere Produktivkraft findet sicher nicht die besteNutzung, wenn sie auf die Herstellung von Dingen ge-richtet ist, die wir billiger kaufen, als wir sie herstellenkönnen. Der Wert des jährlichen Produktionsertrageswird mehr oder weniger gemindert, wenn unsere Pro-duktivkräfte der Herstellung derjenigen Güter entzogenoder vorenthalten werden, welche offenbar einen größerenWert haben als die, in deren Herstellung sie infolge des
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