welche ihre Güter behalten, und mit den Neuerwerbernvon Gütern? Da der Getreidezoll das Verhältnis desBodenertrags zum Bodenwert nicht verändert hat, bleibtder Getreidebau nach wie vor unrentabel. Bleibt derLandwirt beim Getreidebau, so ist er notwendig alsbaldwieder notleidend. Dann erschallt aufs neue der Busnach abermaliger Erhöhung des Getreidezolls. Und sogeht es fort. Es ist eine Schraube ohne Ende. WelcheGetreidezölle gar gefordert werden, wenn die noch feh-lenden Vs des sehr fruchtbaren argentinischen Bodensin Knbau genommen werden, um von den Folgen desWiederanbaues von Getreide in Mesopotamien , wodurchder mitteleuropäische Weizenpreis angeblich auf 59 Markpro Tonne herabgedrückt werden soll, ganz zu schweigen,läßt sich gar nicht vorhersehen!
Es ist also die Wirkung des Getreidezolls, daß er dieUrsache steigert, in welcher der Mangel an Konkurrenz-fähigkeit wurzelt, und diesen, statt zu seiner Beseitigungzu führen, aus die Dauer erhöht. Und daher behältauch Friedrich List recht mit seinem Latz, daß es eintörichtes Beginnen sei, die innere Agrikultur durch Schutz-zölle heben zu wollen. Fluch ist dies in agrarischen Ureisenkeineswegs unbekannt. Gerade der Mann, in dem derBund der Landwirte seinen wissenschaftlichen Beratererblickt, hat dies, bevor er in diese Stelle einrückte,selbst nachdrücklich hervorgehoben und auf das Illu-sorische einer Bettung des deutschen Getreidebaues durchGetreidezölle verwiesen. Vielleicht hängt es damit zu-sammen, wenn er neuerdings diese Bettung in einer inter-nationalen Verkaufsorganisation zur Regulierung derGetreidepreise erblickt. Gb der Bund der Landwirte mitden unentbehrlichen Voraussetzungen der Wirksamkeit
z?