«acgj 116 #b>Form Marsipolis 6 ), so wie alle übrigen mit polis zusam-
Bodcnscc, Klare Suevicuni, weshalb in späterer Zeit Meersburg auchMarisbnrgain latinisirt wurde. Diese letztere Schreibart hat u. a.Wegelin iu seinein Thesaurus rerrim Süevicarurii, Liiidaviae 175G.Vol. I. p. 301., 1700. Vol. IV. i>. 388. (das sächs. Merseburg nenntWegelin Mcrseliiirgiiin); ferner Marti» Gerbert im lter ale-mannicum, Typis San - Blasianis 1765. p. 248. und p. 254., wo derBischof von Constanz selbst Mas isburgi datirt.
Bischoff und Möller haben nur: „Mersoburgum, Mers-purgum; Merburg (siel), kl. St. in Schwaben, am Costnitzer-See"; eine ziemlich reichhaltige Europa Latina, Quedlinburg, beiErnst, nennt blos Marspurgurn; da» Taschenwörterbuch mit Ebert'SVorrede (s. die folgende Note) hat es gar nicht.
Daß Frey tag und Panzer dem Marti sbiirgiirn in Saxoniaein Martisburgurn in Suevia entgegenstellen, muß (eben so wie beiSchöttgen da» Merseburg in Schwaben) als eine rhetorische Licenzneuerer Zeit angeschen werden, und darf nicht bei einer Namenforschung inBetracht kommen, welche ja in dem gegenwärtigen Falle von jenen Schrift-stellern ganz unberücksichtigt gelassen worden.
b) In dem Lateinisch - deutschen Taschenwörterbuch der neueren Geographie,Leipzig 1821, welches unter Ebcrt's ?lufsicht bearbeitet worden und daser in der von ihm selbst geschriebenen Borrede als „einen nothwen-digen und wesentlichen Anhang seines bibliographischenLcriconS betrachtet zu sehen wünscht", wird sowohl Marsipolis,wie Martisburgurn schlcchtweg durch „Mcrscburg" (warum hicß eSnicht anch hier Mcrspurg oder Mcrsburg, da Ebert doch sclbst dieSchreibung Merseburg nur für die sächsische Stadt anwendet?) über-setzt, der schwäbische Ort aber nirgends erwähnt.