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Die Buchstaben k, y und z erscheinen in der K. U.nicht; wohl aber kommen als Intcrpimctionszcicb.cnPunkt und Kolon, als Verdoppelung^- und auch alsZusammenzichungszeichen der Circumflex (-n_) undals Trennungszeichen zwischen den einzelnen Wor-ten horizontale, zuweilen auch verticale Striche vor.Dass einzelne Sätze mit neuen Zeilen anfangen undBuchstabenzeichen im Anfange einzelner Worte undSätze gross geschrieben sind, ist noch zu erwähnen.
Wenn nun der Inhalt der Urkunde von Geheim-nissen und ihrer Bewahrung, von alten Bundes-Do-kumenten und von einem Boten- und Briefwechselder Bundesglieder spricht, (denen auch die KölnerUrkunde selbst überall mitgetheilt werden solle), soist dagegen, dass man der so dargestellten Freimau-rer- Brüderschaft eine besondere Kryptographie zuge-stehen mag, nichts einzuwenden; wohl aber darf dieFrage aufgeworfen werden: „Musste nicht die Be-nutzung einer Schriftart, welche nach dem oben an-geführten Zeugnisse eines Zeitgenossen bereits allge-mein bekannt geworden, wäre sie auch früher wirk-lich im Gebrauche gewesen, bei der Aufnahme einesso bedeutenden Aktes bedenklich, ja völlig unthun-lich erscheinen?" Um so mehr aber dürfte dieser Ein-wand gegen diejenigen geltend zu machen seyn, Avel-che in der Unterschrift „Harmannus" die Signaturdes Erzbischofs Hermann von Köln annehmen wollen.