mm
25
Hätte schon damals ein Unterschied zwischen demu- und v-Zeichen der inneren Bedeutung- nach bc~standen, so würde gewiss, wenigstens in der Stelle,wo die kleinen Buchstaben i und u vorkommen, einsolcher in Anwendung gebracht worden seyn. k
Aber auch in dem weit späteren Porta findensich treffende Stellen für die Behauptung Pa.pillon's,welcher zufolge erst nach der Mitte des 16. Jahrb. dergedachte Gebrauch vereinzelt aufgekommen ist undffeafen Ende desselben Scculums eine weitere Verbrei-
Ö O
tung erlangt hat. In dem III. Buche, welches vonder Entzifferungskunst handelt, wird, nachdem Cap. 3.ein, für die lateinische und italiänische Sprache pas-sendes, gemeinsames Alphabet aus den 21 BuchstabenABCDEFGHI L HNO P Q R S T VX Zbestehend, mitgethcilt worden, Kap. 5. u. A. gesagt,dass man darauf achten müsse, ob mehrere gleicheSchriftzeichen ein Wort anfangen, wie z. B. VVLTVS,wo also offenbar kein Zeichen-Unterschied für u vo-caU's und consoiutns angenommen wird. Dasselbe Bei-spiel wird bei anderer Veranlassung Kap. 7. angeführt,wo noch das Wort VWLA als Erläuterung hinzuge-fügt wird. Kap. 9. kommt VWLA als ein Wort, dasmit 3 gleichen Schriftzeichen, beginne, ebenfalls vor,woraus mit Gewissheit zu entnehmen, dass, hätteP o r t a einen inneren Unterschied zwischen den Schrift -zeichen U undV gekannt, derselbe auf diese Unterschei-