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düng an irgend einer Stelle gewiss aufmerksam ge-macht, haben würde.
Bedarf es endlich zur Unterstützung der Papil-lon'sehen Angabe noch eines Arguments, so sei hiererwähnt, dass in den Wörterbüchern und alphabeti-schen Registern des fraglichen Zeitraumes, wie z. B.in den Werken Conrad Gesner's , ja noch spät indas 17te und vielfältig weit in das 18te Jahrhunderthinein, unter dem Buchstaben V alle, gleichviel obmit u vocalis oder u consonans anfangende Wörter,ohne Unterschied untereinander gestellt sind.
So übereinstimmenden und durch keine Ausnahmebeeinträchtigten Zeugnissen gegenüber finden wir nunin der Kölner Urkunde, wie aus dem in dem II. Ab-schnitte mitgetheilten Schlüssel hervorgeht, die Buch-staben u und v und zwar, wie aus dem Texte des Do-kumentes zu entnehmen, consequent, an mehr als 100Stellen 1S ) mit der Unterscheidung angewendet, dass
18) Dass einmal ciuitate statt civitate vorkommt, müss umso mehr als Schreibfehler angesehen werden, als dasselbeWort in der letztangeführten Schreibart mehrere Male vor-kommt, und Schreibfehler in derselben Urkunde überhauptnicht selten sind, wie denn auch einmal mel statt vel undmeird statt vero erscheint, obgleich möglicherweise der Fae-similist durch Auslassung der erforderlichen, in dem Ori-ginale vielleicht nicht scharf genug angegebenen Stricheund Punkte die Schuld jener Corrigende trägt.