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Paläographischer Nachweis der Unächtheit der Kölner Freimaurer-Urkunde v. J. 1535 / Gustav Schwetschke
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Selbst ein Schriftmusterbuch in italiänischer Spra-che - l ), welche vorzugsweise die Form u hei denkleinen -Buchstaben anwendete, stellt bei mehrerenAlphabeten das v (welches dort übrigens häufig garnicht vorkommt} dem u voran. Nirgends aber wirdin dem Werkchcn (28 Blatter in 4to.) das v als Zei-chen des Consonans und das u als Vocal - Zeichen uiii-terschieden.

Dürfte noch ein Umstand zur Verdächtigung derAechtheit der Urkunde beilragen, so wäre dies dasFehlen des k in der Kölner Quadrat - Chiffre, da die-ser Buchstabe in den Alphabeten des Mittelalters (wiedenn auch selbst das vorgedachte italienische Schrift-

. 21) Dieses mir zugehörigeWerkchen, welches Panzcr(in-nal. typ. Vol. VIII. p. 514) mir in einem früheren Abdrucke,Venedig 1529, Jccilnt, führt folgenden Titel: Lo prefentelibro Infegna la vera arte de lo Excellete scriuere de di-uerfe varie forti de litere lequali Je fano per geometricaRagione 8» Con la prefente opera ognuno le potra hnpa-rare impochi giorni 7? lo amaiftramento , ragioni , £> Ef-fempli, come qui sequente vederai. Opera del taglientenouamente composta cum gratia nel anno di nfa saluteMBXXXl" Die Schlussschrift lautet: fyStämpato in Vine-gia per Giouanniantonio St i Fratelli da SaObio, del mefedi Noüebrio. M V xxxi. "