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zu haben waren, heute sind dieselben Aktien mit7Y 2 Pfd. St. zu verkaufen. Ein anderes drastischesBeispiel sind die Great Eingall Consolidated. Es sindalso nicht immer die Minengesellschaften, die miteinem sensationellen Aplomb beginnen, welche dannspäter wirklich sich bezahlt machen. Jedoch glaubenwir, dass Erfolge, wie die der Great Fingalls sichauch noch oft genug in der Zukunft wiederholenwerden.
Wenn wir nun in obigen Zeilen alle die Börsen-manipulationen und gewissenlosen Streiche der Direk-toren und Minenleiter geschildert haben, so be-zweckten wir damit nicht, dem Publikum die Minen-spekulation zu verleiden, denn die Schäden einer In-dustrie sind noch lange nicht ein Grund, den „Stabüber die Industrie selbst zu brechen“. Wer mitetwas Sachkenntnis und Vorsicht an die Minenspeku-lation herantritt, wird sehr bald merken, dass dieelementaren Gesetze, auf welchen die Minenindustrieberuht, doch nicht derartig komplizierte sind, alsselbe von den Insiders aus gewissen Gründen dar-gestellt werden. Es ist eben dasselbe, wie bei einemKartenkunststück: der Künstler will seine Geschick-lichkeit für sich selbst ausnützen und nicht anderenpreisgeben.
Bei der Gründung einer Minengesellschaft behältder Gründer selbst allemal mindestens zwei Dritteloder einhalb in Händen, welcher Umstand für den.Markt, d. h. für die Kursbeeinflussung von der grösstenWichtigkeit ist. Es hängt nun alles davon ab, waseigentlich der Gründer oder die gründende Gruppemit ihrem Aktienbestande zu machen beabsichtigt.