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Die Spekulation in Goldminenwerten / S. Gumpel
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Es ist dies eine mehr oder weniger schwere Operation,recht schmerzhaft für den Augenblick, aber dannallgemeine Erleichterung. Man gehe niemals einemMakler carte blanche Aufträge d. h. zum bestmöglich-sten Kurse ein- oder zu verkaufen. Sei es infolgeeines launenhaften Zufalls, sei es absichtlich, einsolches Vertrauensvotum einem Broker gegenübermacht sich nur in den seltensten Fällen bezahlt.Auch kaufe man niemals mehr, als man bezahlenkann, d. h. man vermeide Uebertragungen von einemAbrechnungstermine auf den anderen, und man ver-lasse sich niemals auf sein gutes Glück, dass es ebendoch noch möglich wäre, event. vor dem Abrechnungs-tage glatt,- oder im günstigsten Falle sogar noch mitNutzen, verkaufen zu können; denn nur recht seltenist eine derartige Gelegenheit geboten. Ferner lasseman sich von der Theorie des Naclikaufens gewisserAktien bei Kursabbröckelungen (average), um sich seinenBestand zu verbilligen, nicht zu sehr bethören, dennnur in recht wenigen Fällen erweist sich eine solcheTheorie als praktisch zu Gunsten des Käufers, unddann auch nur bei erstklassigen Werten. Es hängtdies ganz von der jeweiligen Kursabbröckelung ab,welcher Umstand gebührend erwogen werden sollte.Niemals gebe man etwas auf den Bat eines Brokers,ohne selbst von der Unparteilichkeit und Erfahrungdesselben vollen Beweis zu haben. Man höre seineBatschläge an und verfolge dieselben, ohne daraufeinzugehen; man wird dann bald herausfinden, wieweit man ihm Vertrauen schenken darf. In Börsen-geschäften halte man jeden für selbst interessiert,bis man nicht vom Gegenteile überzeugt wird.