Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Der dritte:Du denkst dir wohl, du wirst ihn fangenund einsperren.

Der vierte:Du moechtest am Ende ein Held wer-den.

Der fuenfte:Wie sehen aber die Helden aus, moechtich wissen.

Der erste:Das weiss niemand heutzutage. Er lacht:Vielleicht wie der Pavel, der das Echo macht.

Der zweite:Er macht noch mehr, ich habs gesehen."

Der dritte:Rede nicht, was man nicht hoeren soll!

Die Bergarbeiter wenden sich von der Strasse nach derArbeitersiedlung, ihren gleichfoermigen Haeuschen.

Es ist eine Stunde vor dem Mittagessen, alle Schorn-steine im Dorfe rauchen, das Wirtshaus und sein Gartensind weit geoeffnet. Auf der Strasse bewegt sich ausser denGaensen nichts mehr.

Im Schatten der verlassenen Tankstelle steht noch im-mer der Bauer Jaroslav Ondracek bei seinem Sohn Pavel.Der Vater haelt Pavel an der einen Hand, seine BrautLyda an der anderen.

Lyda, innig:Pavel, bitt dich, so wahr wir uns liebhaben, mit den Deutschen darfst du dir nichts anfangen.

Pavel:Das will ich doch gar nicht. Weil ich ihnenin aller Unschuld einen Bloeden mache?

Jaroslav:Die Unschuld haben sie dir geglaubt. Daraufkonntest du das Echo wohl lassen, mein gewitztes Soehn-chen, mein ausstudierter Pavel.

Pavel:Ausstudiert, nicht aber absolviert. Nachdemdie Deutschen unsere Universitaeten zusperren, was tu ichmit der verlorenen Zeit.

Lyda:Deswegen musst du kein Echo machen. Alsdie Studenten demonstrierten, bliebst du sehr gescheit da-von weg und kamst zu uns.

Pavel:Vielleicht bereu ich.

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