Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
33
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Pavel, ihr ins Ohr:Ausser dem Waffenlager fastnichts.

Jaroslav:Gehen wir endlich!

Lyda:Das Essen ist auf dem Feuer. Sie entferntsich mit Jaroslav.

Pavel bleibt hinter ihnen.

Jaroslav:Nehmen wir die Abkuerzung ueber das Berg-werk !

Lyda:Damit das Essen nicht schlecht wird.

Jaroslav:Und der Eger uns keinen Streich spielt.Finden wir ihn noch nicht zu Hause, dann werf ich ihndiesmal wirklich auf die Strasse.

3

Sobald alle drei ausser Sicht sind, verlaesst FranticekEger sein Versteck in der Tankstelle. Er rollt die Augen,seine Bewegungen sind unbeherrscht, er redet mit sichselbst.

Franticek Eger:Viel muss man sich sagen lassen, dieDeutschboehmen sollen treu und brav sein. Waer ich sonstnichts! Was tut denn Ihr Tschechen, habt ihr schon einenProtektor geschlachet? Ich aber! Ich meid ihm alles, derHerr Protektor persoenlich kommt ans Telephon, eine sel-tene Auszeichnung.

Er macht einen Freudentanz. Zwischen Luftspruengen,im Takt singt er: "Hab ich den guten Herrn erst malhierher gelockt nach Lidice , wird er wie ein Huehnchen ab-gekragelt. Wie ein Huehnchen!

Er stampft und schlaegt sich auf die Lederhosen.

Hinter ihm auf der Strasse erscheint ein Fahrrad miteinem Gendarmen.