Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
54
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Pavel Ondracek, hebt das Bild ab und dreht es um,das ernste Gesicht des Praesidenten Masaryk blickt aufdie Versammlung nieder.

Bei den Kleinbuergern sagt der Kaufmann:Der istviel ueber achtzig gewesen, als wir ihn verloren.

Der Schneider:Der Praesident Befreier hat so lang ge-lebt, wie fuer unsere Republik noch Hoffnung war.

Der Schreiner:Wir haben damals noch nicht bemerkt,dass es schlimm stand.

Der Schneider:Er aber, er hats vorhergewusst, istungern von uns gegangen.

Der Kaufmann:Damit einer so weise wird, muss eralle Buecher kennen, muss Doktor und Professor sein.

Der Schneider:Und ein Herz muss er haben fuer alleArmen, Ungelehrten.

Pavel, macht Platz fuer den Arzt, der eingetreten ist:Doktor Holar ,ist das Herz noch mehr als eine Pumpe?

Doktor Holar:Die Meinung unserer Mitbuerger scheintmir zu sein, dass grosses Wissen ueber die Menschen erstdas wahre Mitgefuehl mit ihnen ergibt.

Pavel:Wer aber das Notwendige erkennt und es tut,damit in der Republik weniger Unglueck sei, denkt er andie Menschen? Oder will er, dass seiner eigenen Vernunftgedient sei?

Doktor Holar, hinauf zu dem Bildnis:Ihn koennen wirnichts fragen.

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Alle haben stumm hingehoert, was die beiden Studier-ten sprechen.

Jaroslav Ondracek, fuer die benachbarte Gruppe:MeinJunge redet klueger als er bis jetzt sein kann. Die Prue-fung kommt nach dem Lernen.