Pavel: “Ein neues Gesicht — gibt mir niemand. Ihr sehinur ueberall den Heydrich .”
Der Schreiner: “Franticek Eger glaubt sogar, Pavelund Heydrich waeren eins.”
Pavel: “Ihr habt wohl vergessen, dass ich blond bin,und unser neuer Protektor hat dunkle Haare, wie unserFuehrer Hitler und wie alle Deutschen.”
Der Barbier: “Seit meiner Lehrzeit kann ich Perueckenmachen. Die letzte war fuer den Subdirektor Matuschka.”
Ein Bergarbeiter: "Der ist verrueckt geworden.”
Pavel: “Sehr richtig, und ich hab’ ein harmloses Ge-muet. Die boese Fratze muss ich ins Komische ziehen, ihralle habt mich ausgelacht.”
Der Barbier: “Mit seiner Peruecke gibts keinen Spottmehr!”
Jaroslav: “Mein Sohn Pavel ist ein tuechtiger Mediziner.Hab* ich recht, Doktor Holar?”
Doktor Holar: “Er ist tuechtig und ist guetig, beideszusammen macht den Arzt.”
Jaroslav: “Aber es macht nicht den Helden.”
Ueberzeugte Stimmen: “Oh! ja.”
Jaroslav, sehr gedaempft, aus Vertraulichkeit und Scham:“Andere Studenten haben deutsche Soldaten angegriffen,er nicht. Seine Freunde liegen in ihrem Blut, und er sitzthier.”
Der Lehrer: “Gut, dass wir ihn haben, aber in Sicher-heit sind weder er noch wir.”
Allgemeine Zustimmung.
Jaroslav, beschwoerend: “Soll er jetzt als Heydrichueber die Dorfstrasse gehen, bis die Gestapo den armenJungen abholt?”
Der Schneider, mit ausladenden Gesten, die ihn ver-staendlich machen sollen: “Aber Herr Ondracek, das istnicht vergleichbar.”
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