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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Mehrere, bei den Kleinbuergern und Arbeitern, redendurcheinander.

Die Kellnerin wiederholt klar:Das koennen Sie nichtvergleichen, Deutsche angreifen, das erlebt ein jeder noch.Aber einen Protektor machen!

Der Lehrer:Was das Maedchen spricht, wahrhaftighab ich mirs schon gedacht.

Doktor Holar: Nur nach dem Sinn frag ich bis jetztvergebens.

Jaroslav:Nicht wahr?"

Doktor Holar:Pavel allein wird den Sinn kennen,obwohl er schweigt.

Jaroslav, legt die Hand auf den Arm Pavels. Verhal-tener Stolz:Die Taten muessen gut aussehen, ihr Sinnstellt sich schon ein.

Beifall. Ein Bergarbeiter ruft Heil Hitler ! Alle stim-men laermend ein, der Lehrer und Doktor Holar mit ver-bissenen Gesichtern.

Ploetzlich tritt Stille ein. Jaroslav hat den Kopf nachdem Bildnis ueber ihm erhoben.

Jaroslav:Mir ist, als hoerte er. Wir waren zu laut.

Der Schreiner:Er hoert uns nicht allein. Der Schrei-ner wendet den Hals nach dem Platz, wo Franticek Egersass:Da sind auch Spitzel mit langen Ohren.

Die Kellnerin:Der ist lange fort. Wie, Herr Pavel?Wir beide haben achtgegeben, als der Eger sich drueckte.

Pavel:Freunde! Merkts euch, unachtsam konspiriertman nicht.

Doktor Holar, nickt dem Vater Pavels zu:Sehr merk-wuerdig, Ihr Sohn ist gleichzeitig abwesend und zugegen.Der verspricht.

Die Kellnerin war hinausgegangen, sie kehrt mit derWirtin zurueck.

Die Wirtin:Der Eger schlich' auf dem Flur umher,

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