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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
64
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wendet. Sie nehmen Deckung, bis er weitergeht. Zeitwei-lig laeuft er.Diesmal hat er Eile," sagt Pavel. Der Va-ter meint:Er hat uns gesehen.Telephonieren darf ertrotzdem nicht, sagt der Sohn. Er erklaert:Das ist seinzweites Gespraech seit der Protektor hier war. Einmal hater nach Prag gemeldet, wie das zuging, mit Heydrich inLidice .

Jaroslav:Wem hat er es gemeldet?

Pavel:Dem alten Protektor Neurath. Das ist nichtschlimm. Der glaubt, mit uns waere friedlich auszukommen;wir koennten seine tschechischen Engelchen sein, und erder deutsche Herrgott, vom und hinten die Gestapo .

Jaroslav trabt schneller:Mit dem Heydrich darf ernicht sprechen. Ihm erzaehlen, was fuer Gesichter du schnei-den kannst, das fehlte noch. Ich wollte schon laengst denEger fortschicken.

Pavel:Nein, ich, und ich hatte Unrecht."

Jaroslav:Jetzt kann ich ihm nur den Kragen um-drehen.

Pavel:Das taete schon die Lyda, wenn er zu Hausden Apparat benutzt. Aber er geht nicht auf den Hof;kommt wohl nie wieder.

Franticek Eger lenkt in den Feldweg nach dem Berg-werk. Langer Aufenthalt des Verfolgten in einem Graben,zur Taeuschung der Verfolger.

Sie umgehen den Graben, sie sind frueher als der Ver-raeter beim Eingang des Bergwerks; sie verstaendigen sichunhoerbar mit dem Aufseher, der tiefes Schweigen ver-spricht. Wer ein Tscheche und Patriot ist, kann schwei-gen.

Als Eger kommt, wird er abgefangen und an einenStuhl gefesselt. Er soll eingestehen, wen und was er denDeutschen schon angegeben hat. Eger behauptet, dass erdie Deutschen fuer ihr Geld betruegt, mit Fabeln von eng-