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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
69
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gaeste verstaendigen sich insgeheim. Einer:Ausgeschlos-sen, dass der hier ist, der ist in Bruenn .

Ein Anderer:Er sitzt aber da."

Verstaendnissvoll blickt einer den Anderen an.

Der Wagen rollt, unter tiefem Schweigen. Das Worthat Pavel allein, und richtet es an die Kinder:Wie heis-sen diese Weiler und Gehoefte? Wer wohnt da? Kennt ihrwohl das Dorf Lidice?

Ein kleines Maedchen:Dort wohnt der Pavel On-dracek.

Pavel:Dort sind, hoer ich, Leutchen, die mich ken-nen lernen moechten. Kann geschehen. Sagt mir, ihr un-schuldigen Kleinen, was der Deutsche gewoehnlich im Sackmit sich fuehrt. Einen Strick, zum Haengen? Ein Beil, ihrwisst wozu? Ich habe Zuckerln fuer euch, und fuer michdie Zigarre. Im Wagen soll man nicht rauchen; mich abeischert kein Verbot. Darum bin ich euer Herr, und ihrseid brave Kinder mit Zuckerln im Maul.

Die eingekeilten Stehgaeste hoeren Drohungen heraus.

Eine Frau:Solche Kinderfreunde sind oft tueckisch.

Der duerre Bauer:Um das arme Volk zu aengstigen,macht er seine Ausfluege in das tschechische Land allein,hat aber gewiss seine Leibwaechter ueberall am Weg ver-steckt.

Der Alte:Nur Geduld bis zu der Ankunft in Prag !Wird das ein Glueck sein.

Mehrere fragen:Was fuer ein Glueck wird sein inPrag ?

Der Alte:Wer mit zerblaeutem Ruecken davon-kommt.

In Prag faehrt der Wagen durch die Strasse mit denentkleideten Toten. Niemand will sie bemerken.

Ploetzlich wendet der Gefuerchtete den Anderen das