Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
97
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Geheimrat Rumfutsch ist sehr unruhig geworden. Ernaehert sich in Schlangenlinie. Was er vorhat, wagt er dochnicht. Pavel ist bei dem Ausgang angelangt.

Geheimrat Rumfutsch:Die Entfernung Eurer Excel-lenz-.

Pavel:Geht Sie nichts an.

Geheimrat Rumfutsch:Zu Befehl, nichts. Ohne denSchatten eines Zweifels. Davon abgesehen, gebe ich EurerExcellenz ergebenst zu erwaegen, dass die Burg nunmehr sogut wie ohne Besatzung ist. Die Anwesenheit des Protek-tors ganz allein haelt die feindliche Bevoelkerung in Re-spekt. Sie sichert Prag , sie sichert Boehmen.

Pavel:Sie sichert eine Memme. An der russischenFront waere Ihnen wohler.

Geheimrat Rumfutsch streckt den Arm zum Hitlergruss.Glueckliche Reise, Excellenz.

Hinter ihm erscheinen, bedrueckt und bleich, der Se-kretaer und die Stenotypistin.

Der Sekretaer:Deutsche Luft Hesse sich, nach beschei-denem Dafuerhalten, am Graben atmen, im deutschenHaus.

Pavel:Hauptmann Krach!

Hauptmann Krach:Zu Befehl.

Pavel:Hoeren Sie deutsch reden? Ich verstehe nichtmehr.

Die Stenotypistin, mit tiefem Knix:Bitte, bitte, Excel-lenz, verstehen Sie!

Pavel seufzt:Die deutsche Frau lehnt galante Rueck-sicht auf ihre Schwaeche ab. Schwaecher als die Maennerist sie auch nicht.

Fuer Hauptmann Krach:Ins deutsche Haus!

Halb zurueckgewendet:Der erwartete Befehl des Fueh-rers ist mir dort zu uebermitteln."