Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
109
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als Garderobengehilfe aus dem Theater fort; sollt michwundern, wenn dich jemand anhaelt.

Pavel:Wer mich anhaelt, wird nichts zu lachen ha-ben. Ich mache mein Protektorgesicht.

Milo Schatzova:Leikova! Wickel ihm seine Protek-torensachen sorgsam zusammen in ein schwarzes Buendel,wie es die Schneider tragen. Sie winkt ihr, hinter demVorhang zu verschwinden.

Pavel, als sie allein sind:Hab Dank, Milo!

Milo Schatzova:Du willst danken? Was tun aberdann wir? Heute hast du uns die Gestapo vom Halse ge-schafft. Ein Tag Leben gewonnen durch dich! Pavel, weisstdu schon, wie es weitergeht?

Pavel macht mit den Fingern ein V.

Milo:Das wissen wir Tschechen! Ein Raetsel ist mirder Hauptmann Krach.

Pavel:Die Deutschen sind Raetsel.

Milo:Mach allem, was er gesehen hat, glaubt er andich? Vom Altmarkt schweig ich. Aber hier bei uns, dasganze Haus hat dich gekannt, die Einen gleich, die Ande-ren spaeter. Er allein bleibt standhaft."

Pavel:Er glaubt an seinen Protektor, wie er an sei-nen Fuehrer glaubt. Fuer das Eine ist nicht mehr Ursacheals fuer das Andere. Was diese Deutschen wirklich koen-nen, ist, im Falschen standhaft sein.

Milo:Aber, der andere Protektor, wenn er nun zu-rueckkommt!

Pavel:Auch er Wird mirs glauben muessen.

Milo:Seit heute trau ich dir Vieles zu.

Pavel:Nur nicht haltmachen! Ich hab ihn abgesetztEr Waer froh, wenn er mit mir tauschen koennte. Aberwo ich der Protektor bin, ist er noch lange nicht der On-dracek. Zu Bett soll er gehen, wenn ich aufstehe!

Milo:Pavel. Ich will dir helfen. Was kann ich tun?