Der Inspizient, vor der Tuer: “Slecna Milo! Es hatangefangen. Drei Minuten, bis Sie auftreten.”
Pavel: “Dann schnell! Ich hab’ mich gefuerchtet dir’szu sagen. Du musst morgen zu ihm auf die Burg gehen.“
Milo Schatzova: “Die Anstandsvisite nach den glueck -lichen Stunden einer Nacht.”
Pavel: “Beilaeufig das."
Milo Schatzova: “Mich oeffentlich zeigen als die Ge-liebte des gnaedigen Herrn Deutschen! Jetzt merk’ icherst, dass ich entehrt bin. Keine tschechische Frau gibtmir noch die Hand.”
Pavel: “Verlier’ den Kopf nicht! Unsere Leute wer-den ohne Erklaerung begreifen, dass du ihnen einen Diensterweist wie — .”
Milo Schatzova: “Judith mit Holofernes, Dalila beiSamson.”
Pavel: “Keine Uebertreibung!”
Der Inspizient, vor der Tuer: “Slecna Milo! HoechsteZeit!”
Milo Schatzova eilt hinaus.
Pavel ist hinter dem Vorhang verschwunden.
32
Pavel verlaesst das Theater durch einen Hof, er nimmtden Weg durch ein Gewirr dunkler Gassen. An einer Eckewartet ein tschechischer Wachmann.
Pavel: “Wuensche geruhsamen Nachtdienst, Herr Wach-mann.”
Der Wachmann: “Nachtdienst ist kein Spass. Da musstdu die Passanten im Auge behalten, obwohl es gar keinegeben darf, laut Verfuegung des deutschen Herrn Protek-tors. Was haben Sie denn in dem Packen?”