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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Pavel, oeffnet einen Zipfel seines schwarzen Buendels:Ein Klied vom Komiker Wokurka. An dem verdamm-ten Nagel aufgerissen, von oben bis unten. Gleich mussder Bihalek her.

Der Wachmann:Du bist der Bihalek vom Rococo.

Pavel:Der Garderobengehilfe. Jeder Wachmann kenntmich, ich wohne dort um die Ecke im tschechischen Loe-wen.

Der Wachmann:Versteh schon. Im Vertrauen, beieuch ist, hoer ich, heut abend der Protektor gewesen?

Pavel zuckt die Achseln.

Der Wachmann:Versteh' schon. Laut Verfuegung liegter im Bett. Im Theater wird ein Anderer den Protektorgemacht haben.

Pavel:Aber reden tut nicht gut.

Der Wachmann:Eh schon wissen.

Pavel:Wuensche viel Vergnuegen, Herr Wachmann.

Der Wachmann, fluestert ihm nach:Das Buendel damusst du besser zuknuepfen.

Pavel, um die Ecke und durch die menschenleerenStrassen der Stadt bis auf die naechtliche Chaussee nachLidice . Unverzagt schreitet er aus als ein Marktwagenihn einholt.

Der Bauer:Sitz auf, Pavel!

Pavel, im Fahren:Schon vom Markt zurueck, Jan?

Der Bauer:Hab geeilt, wegen der Nachrichten. Aberich werde nicht der Erste sein.

Pavel:Was gibts denn Neues?

Der Bauer:Genau genommen gar nichts.

Pavel:Wir Tschechen bemerken nie was.

Der Bauer:Wenn nicht einmal die klugen Deutschendie Augen aufmachen.

Pavel:Sie werden ihre Gruende haben. Ihre Dumm-heit ist nur verstellt.

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