Lyda: “Gefall’ ich dir immer noch?”
Pavel: “Seit gestern ist nichts anders, Lyda.”
Lyda: “Du bist der Pavel geblieben. Warst alle dieZeit der Pavel.”
Pavel: “Was hilft es, wenn ich dich beloege.”
Lyda: “Nein, das huelfe nicht. Sonst aber wirst duueberall luegen muessen, heut und immer.”
Pavel: “Du hast recht, Lyda.”
Lyda: “Ich tadele dich nicht, Pavel! Alle freuen sich,alle sind stolz auf dich.”
Pavel: “Nur du nicht.”
Lyda: “Ich noch mehr als sie. Die Braut des Helden!Auch Kummer macht es, den haben die Anderen nicht.”
Pavel: “Noch nicht. Waren im Dorf keine Schwarzen?"
Lyda: "Werden nicht ausbleiben. Du selbst hast sieueber das Land hinschwaermen lassen.”
Pavel: “Mich finden sie nicht.”
Lyda, beruehrt sein Buendel: “Und das da?”
Pavel zuckt die Achseln.
Lyda: “Wir verbrennen es, eh’ dass der Vater essieht!”
Pavel: “Warte noch! Gib dem Schicksal etwas Spiel-raum!”
Lyda: “Dich hat das Schicksal gerade noch mit heilerHaut aus seinem Spiel gelassen. Pavel! Du gehst nichtnoch einmal. Was du unbekannt in dir trugst, ist nun ge-buesst. Sollen andere das Ihre tun!"
Pavel: “Eigentlich wahr. Er hat jetzt eine tschechi-sche Geliebte.”
Lyda: “Wer? Wie denn? Rede!”
Pavel: “Das koennt ihr hier noch nicht wissen. Essoll erst heute geschehen. Aber er bekommt sie.”
Lyda: “Wer?”
Pavel: “Der Protektor.”
113