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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Pavel ist bei Seite gesprungen:Nicht uebel als Er-stes! Fuer Jaroslav, oder fuer sich selbst:Waer es soeinfach! Er hat etwas laeuten gehoert. An die Stelle desAnderen hab ich mich gesetzt. Wer mich umbraechte,haett es schon geschafft, denkt er.

Jaroslav:Weil er aus heftiger Reue uebergeschnappt

ist.

Pavel:Mir selbst haett es einfallen koennen.

Jaroslav:Von uns Ondraceks ist noch keiner ver-rueckt geworden."

Pavel:Ruhig Vater! Ich weiss, was ich treibe. Erwirft sein Messer dem Eger in die Hand:Behalt es, Fran-ticek, fuer den letzten Besuch, den ich dir einstmal ma-chen soll: Du hasst mich sehr?

Franticek Eger:Henker du! Nach deinem Blut binich wild.

Jaroslav:Ein fataler Kerl!

Pavel:Ein schoener Moerder, nicht jedem liegt das.Spricht nach oben:Die Uniform wirst du mir wiederleihen muessen, zum Nutzen meiner Schandtaten. Klopfesie sorgfaeltig!"

Jaroslav, nach oben:Dass du dich nicht bemerkbarmachst, wenn spaeter die Gaeste kommen, zum Beispielungebetene. Sollte der Turm durchsucht werden.

Franticek:Ich lass ein Stueck vom Fussboden denSchwarzen auf die Koepfe fallen. Die sollen genug haben!

35

Gegen Mittag. Die Wiese des Gehoeftes Ondracek istmit langen Tischen voller Viktualien besetzt. Die Bewoh-ner des Dorfes stehen und gehen umher, indessen immermehr ankommen. Zahlreiche Bergarbeiter marschieren ge-

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